Einsatz von Kindersoldaten endlich beenden
12.02.2012: Der 12. Februar ist seit 2002 der internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Dieser sog. „Red Hand Day“ begründet sich auf dem Inkrafttreten des Zusatzprotokoll der UN Kinderrechtskonvention, welches den Missbrauch von Kindern als Soldaten verbietet.
Ein ehemaliger Kindersoldat aus Burundi erzählt: „Wir verbrachten schlaflose Nächte mit dem Warten auf den Feind. Meine erste Aufgabe war es, eine Lampe für die älteren Rebellen zu tragen. Später wurde mir gezeigt, wie man Handgranaten einsetzt. Etwa nach einem Monat trug ich ein AK-47, danach bekam ich sogar ein deutsches G-3“.
Was und Wer sind Kindersoldat_innen überhaupt?
Als Kindersoldat_innen werden unter 18 Jahre alte Jugendliche bezeichnet die in Armeen oder bewaffneten Gruppierungen, sowohl für militärische als auch zivile Aufgaben, eingesetzt werden. UNICEF schätzt, weltweit werden ca. 300.000 Kinder in 36 Ländern zum Einsatz an der Waffe gezwungen - einige der Milizen bestehen gar zu bis zu 60 Prozent aus Kindersoldaten. Es ist kaum möglich das wahre Ausmaß dieser Verbrechen zu beziffern, da es in einigen Regionen als normal betrachtet wird, Kinder ab 15 Jahre in den Kampf zu schicken. Der Einsatz von Kindersoldat_innen beschränkt sich dabei nicht nur auf die Länder des Globalen Südens, sondern ist auch im Globalen Norden bei der Rekrutierung zum Wehrdienst zu finden. Nach Schätzung des Sonderbeauftragten des UN-Generalsekretärs für den Arbeits- und Aufgabenbereich „Kinder in bewaffneten Konflikten“ Olara Otonnu sind in den 90er Jahren über zwei Millionen Kindersoldat_innen gefallen, sechs Millionen Kindersoldat_innen seien zu Invaliden geworden, über zehn Millionen Kinder hätten schwere seelische Schäden erlitten.


