Tod in der Abschiebehaft
10.03.2010: David M. aus Georgien hat sich gestern erhängt. Er war 17 Jahre alt und in Abschiebehaft.
Wieder einmal hat die Abschiebepolitik in Deutschland ein Todesoper gefordert. Der 17jährige David M. aus Georgien wurde von deutschen Behörden inhaftiert, da er in Polen sein Asylverfahren durchlaufen sollte. Gegen seine drohende Abschiebung hatte der Junge, laut Presseberichten, mit einem Hungerstreik reagiert. Darauf nahmen die Behörden jedoch keine Rücksicht. Als David M. keine weitere Aussicht mehr sah, nahm er sich durch einen Strick in seiner Zelle das Leben.
Die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl fordert derweil eine lückenlose Aufarbeitung des Vorfalls. Die Grünen Bundestagsabgeordneten Volker Beck und Josef Winkler verlangen in einer Pressemitteilung, dass Jugendliche nicht in Abschiebehaft kommen soll. Das ist auch alles richtig. Nur ist noch richtiger, dass Abschiebungen generell menschenunwürdig sind.


