Satire: SPUNKEN kann toedlich sein

15.11.2009: Ein sinnloser Warnhinweis der Redaktion

Dieser Artikel soll ein Warnhinweis bezüglich der unterschiedlichen Interaktionen mit dem SPUNK sein. Damit ist nicht nur das Lesen gemeint, sondern auch der Produktionsprozess sowie Druck und Verschickung. Denn alles hängt zusammen in einem böse verworrenen Konstrukt von Nihilist_innen.

Doch in seiner Funktion als Warnhinweis scheitert dieser Artikel hinsichtlich seiner Ernsthaftigkeit bereits an der Überschrift, wie das bei so vielen deutschen Warnhinweisen der Fall ist. Kann tödlich sein. Ja was jetzt? Isses das oder nicht? Obiges ist eine reine Potenzaussage über den Bereich des Möglichen. Die Aussage ist also: SPUNKEN kann tödlich sein, muss es aber nicht. Und anscheinend interessiert es auch niemanden wirklich und der komisch nihilistische Machtzirkel hinter dem SPUNK bleibt unbekannt, welcher nicht einmal die Redakteur_innen einschließt, denn auch für sie kann SPUNKEN tödlich sein, wie wir später noch sehen werden. Jedenfalls würde sich dieser Artikel selbst etwas mehr Klarheit in der Frage wünschen, ob SPUNKEN nun tödlich ist. Andere europäische Sprachen sind ja auch nicht so zimperlich: „SPUNKING kills!“, „Il SPUNKO uccide!“ und alle deutlich: „SPUNKEN IST tödlich!“ - nicht nur kann es sein, nein ist es. Aber vielleicht sollten wir uns endlich den Ursachen zuwenden.

Denn vielleicht ist es das auch nicht wirklich. Aber gehen wir mal folgender Hypothese nach: Beim SPUNKEN in jeglicher Form wird immer Lebenszeit verbraucht - manche mögen gar behaupten „verschwendet“. Damit gibt ein menschliches Individuum mit jeder Minute, die es mit dem SPUNK verbringt, dem Tod die Möglichkeit, auf leisen Sohlen näherzukommen. Und manche merken das gar nicht. Vielleicht ist ein Artikel so sinnlos oder auch so erleuchtend, dass es in jedem Fall besser gewesen wäre, ihn nicht zu lesen. Im ersten Fall hat eine Person vielleicht Lebenszeit verschwendet und im zweiten stürzt sie sich danach unwiederbringlich ins politische Engagement, geht vielleicht in den BuVo und will die Welt ändern. Ein ziemlich trauriges, weil aussichtsloses Unterfangen, wie wir leider wissen.

Aber warum in der Potentialität verbleiben. Was ist, wenn das Produzieren und Lesen und überhaupt irgendwie geartete SPUNKEN nicht sogar Lebenszeit spart. Oder wenn es gut ist, wenn irgendjemand den BuVo-Job übernimmt, weil es sonst vielleicht sogar noch schlimmer wäre, auch wenn wir das hier nicht final beurteilen können. Und manch eine_r hatte vielleicht Spaß beim SPUNKEN. Das soll es geben. Lebenszeit wird doch so oder so verbraucht, verschwendet, wie auch immer. Da kann eine_r sich auch mal 'nen ordentlichen SPUNK gönnen.

Katharina Spiel