Genieße Kopenhagen!
15.11.2009: Was die GRÜNE JUGEND in Kopenhagen plant! Und warum DU nicht fehlen solltest, wenn die entscheidenden Sitzungen der wichtigsten Menschen der Erde stattfinden.
Es wäre wahrlich ein Genuss, mit tausenden von Aktivist_innen gemeinsam die Welt zu retten, oder? Einfach toll, eine neue Stadt zu erkunden und mit netten Menschen das Nachtleben zu entdecken, stimmt's? Herrlich, mal nicht nur am Fernseher die Entscheidungsträger_innen anzuschauen, sondern ihnen selber direkt die Meinung mitteilen zu können - wäre das nicht was?
Kommt mit nach Kopenhagen, um bei der 15. Vertragsstaatenkonferenz (COP 15), der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC), auf die gefährliche Lage der Welt aufmerksam zu machen! Die angereisten Staats- und Regierungschef_innen, die Minister_innen und Unterhändler_innen werden zwei Wochen lang im Kopenhagener Bella Center über ein Nachfolgeübereinkommen für das Kyoto-Protokoll diskutieren. Schon 1997 gab es solch eine historische Konferenz. Doch das damals gefeierte Ergebnis schmeckt heute schal und die globalen Treibhausausstöße steigen weiter. Die Anstrengungen zur vereinbarten Verminderung der Emissionen wurden entweder nicht angegangen oder kamen eher zufällig durch Strukturwandel wie dem Zusammenbruch der Industrie in Mittel- und Osteuropa nach 1989. Zudem kam es zu einer weiteren Ausbeutung des Globalen Südens durch Klimasklaverei. Schmutzige Industrie wurde verlagert und der Emissionshandel in seiner heutigen Form erlaubt es reichen Ländern viel, armen Ländern aber wenig CO2 auszustoßen. Das ist Klimakapitalismus und steht unserer Forderungen nach mittelfristig (bis 2050) gleichen Pro-Kopf-Emissionen diametral gegenüber.
Damals gab es politischen Willen, etwas zu vereinbaren, aber es wurde fast nichts umgesetzt. Heute wurde zwar – dank des enormen Drucks von Bewegungen und NGOs – schon einiges erreicht, doch es fehlt noch der Wille, konkret die weiteren, richtig großen, aber nötigen Schritte festzulegen. Doch es geht nicht nur um das Erreichen eines „Deals“, sondern dieser muss auch der veränderten Welt von heute Rechnung tragen. Die Menschen des Globalen Süden verlangen nach Jahren des kalten Kapitalismus, endlich Gehör zu finden und einen Weg aus ihrer unverschuldeten Armut und Klimafalle aufgezeigt zu bekommen. Diese Menschen werden wir in Kopenhagen treffen, uns mit ihnen austauschen und gemeinsam – nicht getrennt – für eine bessere Welt streiten.
Die Lage ist ernst, doch wir wollen auch Spaß haben. Denn die Welt zu retten macht Spaß! Nur ausreichender Druck der Menschen auf den Straßen von Kopenhagen, vor den Toren des Bella Centers und drinnen können den teilweise abgehobenen Politiker_innen klarmachen, dass sie alle Zugeständnisse machen müssen, um einen „good Deal“ zu erreichen. Sollte dies nicht geschehen, stehen wir für ein friedliches Remmi-Demmi. Die Zeit ist vorbei, wo arrogante Machtmenschen und Steine werfende Radikale das Bild in der Öffentlichkeit bestimmten. Beidem muss eine Absage erteilt werden. Pazifistisch, aber entschlossen wird die GRÜNE JUGEND in Kopenhagen für einen gerechten Abschluss eintreten bzw. gegen eine weitere Unterhöhlung aller guter Klimaschutzabsichten kämpfen. Konfrontierend, aber nicht konfrontativ werden wir uns Gehör verschaffen. Denn die Welt liegt in unseren Händen.
Das sind unsere Pläne:
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