In Europa gemeinsam gegen Faschismus!

13.02.2012: Die Föderation der Jungen Europäischen Grünen, die polnische Ostra Zielen, die tschechische Mladi Zeleni, die Jungen Grünen/Jungen Alternativen aus Österreich und der Bundesverband der Grünen Jugend rufen gemeinsam dazu auf, in Dresden gegen den Naziaufmarsch aktiv zu werden.

Erneut wollen die Nazis in Dresden marschieren, um unter dem Deckmantel des Gedenkens an die Opfer der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 ihre Propaganda zu verbreiten. Die Aktivitäten der Nazis sind eine Bedrohung für das friedliche Zusammenleben in Europa und müssen daher gemeinsam bekämpft werden.

Lest hier die gemeinsame Pressemitteilung auf der Homepage der Föderation der jungen europäischen Grünen: www.fyeg.org/main/index.php/news/press-releases/306-europe-united-against-fascism

Sina Doughan, die Sprecherin der Grünen Jugend, erklärt: „Zusammen mit unseren europäischen FreundInnen stellen wir uns den Nazis und ihrer ekelhaften und falschen Interpretation der Geschichte entgegen. Die letzten beiden Jahre haben gezeigt, dass der Widerstand erfolgreich sein kann und die Nazis nicht marschieren können, wenn wir alle zusammenstehen.“

Kasia Dmochowska, Vorsitzende der Ostra Zielen, ergänzt: „Polen ist eines der Länder, die am meisten unter der deutschen Aggression und der Herrschaft der Nazis gelitten hat. Allein über 2,5 Millionen polnische Juden und Jüdinnen wurden während des Holocausts deportiert und ermordet. Heute stehen wir gegen den Rassismus und die Fremdenfeindlichkeit auf, die sich in Europa breit machen wollen. Wir müssen wachsam bleiben!“

Tomás Kremen, der Sprecher der Mladi Zeleni, fügt hinzu: „Es ist ein starkes Zeichen der Solidarität, dass junge Menschen aus Deutschland, Polen und Tschechien, aber auch aus anderen europäischen Ländern gemeinsam einen Naziaufmarsch blockieren. Es zeigt, dass wir nationale Grenzen überwinden. In unserer gemeinsamen europäischen Identität haben Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Sexismus keinen Platz.“

Maria Kaltenbrunner, Sprecherin der Jungen Grünen/Jungen Alternativen, weist darauf hin, dass die österreichische Gesellschaft die eigene Geschichte während des Nationalsozialismus noch nicht verarbeitet hat. „Wir unterstützen die Protestbewegung. Unser Ziel ist eine multikulturelle, antirassistische, europäische Zukunft.“

Terry Reintke, Sprecherin von FYEG, fasst zusammen: „Wir können nicht zulassen, dass die Nazis die Verantwortung leugnen, die das Deutsche Reich unter Adolf Hitler für die Bombardierung Dresdens trägt. Deutschland war der Aggressor im Zweiten Weltkrieg und hat die schlimmsten Verbrechen der gesamten Menschheitsgeschichte begangen. Darum kämpfen wir gemeinsam gegen deutsche Opfermythen.“

Als europäische, antifaschistische Jugendorganisationen rufen dazu auf, das breite Bündnis „Dresden Nazifrei!“ zu unterstützen und sich am friedlichen Protesten und anderen politischen Aktivitäten im Februar in Dresden zu beteiligen. Wir stehen für einen vereinten, bunten und gewaltfreien Protest gegen Nazipropaganda!