Bärbel Henneberger (25), Dipl.-Geographin, arbeitet in Bogotá in der Entwicklungzusammenarbeit

Geier am Amazonas

05.12.2009: Leticia, Kolumbien, an der 3-Länder Grenze zu Brasilien und Peru. Der Wasserpegel des Amazonas, der Fluss mit dem grössten Einzugsgebiet der Erde von ueber 7 Millionen km2, ist stark gesunken – Trockenzeit. Enorme Schlammbänke mit Bergen von Müll an den Ufern, und hier die “schwarzen Reiher des Amazonas”: Geier, die den Müll und die toten Fische fressen. Im Hafen von Leticia werden Unmengen verschiedenster Fische und Früchte entladen, der Amazonas ist der einzige Transportweg, wichtig für Handel und Ernährung der Menschen.

Iquitos, Peru: Schiffe beladen mit Hölzern fahren flussabwärts, auf dem Markt werden Papageien und Fleisch von bedrohten Tierarten verkauft, gerade gibt es zu Hauf soziale Unruhen wegen der Ausbeutung von Rohstoffen im Amazonas, wobei in Peru im letzten Jahr Dutzende Indianer umgebracht wurden. Besonders schwerwiegend ist die Verschmutzung durch die Erdölförderung. Umweltprobleme und soziale Probleme hat Amazonien genügend.

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