Entscheidung über Software-Patente
24.09.2003: Das EU-Parlament hat am Mittwoch über die Richtlinie zur Patentierung von Software. Die GRÜNE JUGEND spricht sich gegen Software-Patente aus.
Schon am Dienstag gab es in Straßburg und andernorts heftige Proteste gegen die geplante Richtlinie. Die GRÜNE JUGEND stellt sich auf die Seite der Open Source-Community. Vor allem Mittelständische Unternehmen wären die Leittragenden von einer solchen Patentierungsrichtlinie, mit der viele Alternativlösungen im Software-Bereich ausgeschlossen werden können.
Die GRÜNE JUGEND will eine Entwicklung, wie sie in den USA stattfand, nicht auch nach Europa tragen. "Eine Vielfalt an amerikanischen Softwareunternehmen gibt es nicht. Nur wenige große Player wie Microsoft, Adobe oder IBM bilden zusammen ein (Patent-) Oligopol," so sehen es Hildtrud Breyer, MdE und Markus Beckedahl, Koordinator des Fachforum Medien der GRÜNEN JUGEND. "Anders sieht die Situation in Europa aus. Die europäische Softwareindustrie besteht aus einer Vielfalt an klein- und mittelständischen Unternehmen, die Software produzieren. Neben kommerzieller Software die sogenannte Free- bzw. Shareware oder aber die in den letzten Jahren rasant wachsende Freie Software (nach dem Entwicklungsmodell und der Offenlegung des Quelltextes auch Open Source genannt). Zu dieser zählt auch das Betriebssystem LINUX."
Das könnte sich bald ändern, wenn Europa dem schlechten Beispiel der USA folgen sollten. Wir schließen uns den Protesten an und fordern alle Abgeordneten des EU-Parlaments auf, sich gegen Software-Patente zu entscheiden um einen vielfältigen und blühenden Informatik-Mittelstand und die Vorzüge von Open Source-Produkten zu sichern.


