Evangelischer Kirchentag im katholischen Köln

14.06.2007: Vor zwei Jahren stand der Deutsche Evangelische Kirchentag unter dem Motto: "Wenn dein Kind dich morgen fragt" - Die Antwort, was wir im Juni 2007 machen würden, fiel damals ganz leicht aus: Ins katholische Köln fahren, um dort Kirchentag zu feiern! Die GRÜNE JUGEND beim Kirchentag - ein Bericht von Josefine Paul.

Und so begaben sich rund eine Million Besucher vom 6. bis 10. Juni nach Köln, um dort unter dem Motto "lebendig und kräftig und schärfer" den 31. Deutschen Evangelischen Kirchentag zu feiern, zu gestalten und mit ökumenischem Geist zu beleben. Denn die Tage von Köln zeugten einmal mehr davon, dass die Ökumene an der Basis längst der Normalzustand ist. Auch am Stand der GRÜNEN JUGEND auf dem Markt der Möglichkeiten standen Protestanten und Katholiken gemeinsam Rede und Antwort.

Und Redebedarf gab es viel. Während die Mächtigen der Welt sich in Heiligendamm hinter einem Zaun verbarrikadierten und den weitaus größten Teil der Welt an den Katzentisch verwiesen, wurde in Köln aus unterschiedlichste Perspektiven über die Globalisierung und ihre Folgen gesprochen. Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu rief die Mächtigen auf, Afrika nicht als Empfänger von Almosen anzusehen, sondern als Brüder auf Augenhöhe zu behandeln. Allgemein waren die Bekämpfung der Armut und die Bewahrung der Schöpfung zentrale Themen des 31. Kirchentages. Rund 3.000 Veranstaltungen luden die BesucherInnen ein, sich mit den unterschiedlichsten Fragestellungen zu befassen oder einfach bei den zahlreichen musikalischen und künstlerischen Darbietungen zu entspannen.

Jung und grün und stachlig auf dem Kirchentag

Auch die Grüne Jugend war wieder aktiv auf dem Kirchentag. Wie in Hannover vor zwei Jahren war die GJ zusammen mit der grünen BAG ChristInnen mit einem Stand auf dem Markt der Möglichkeiten vertreten. Eine gemütliche Stuhlecke lud zum Verweilen ein und erleichterte das eine oder andere interessante Gespräch. In entspannter Atmosphäre stellten sich die Mitwirkenden der GJ alle möglichen Fragen zu Themen wie Globalisierung, Klimawandel, Kampfeinsätze oder Homosexualität. Einen Höhepunkt bildete eine vom KV Köln am Stand veranstaltete Diskussion zum Thema Grundeinkommen. Eingeladen waren dazu Marlis Bredehorst (grüne Sozialdezernentin der Stadt Köln) und Ralf Welter (Autor und Dozent, Mitglied der katholischen Arbeiterbewegung in Aachen). Moderiert wurde die spannende Diskussion rund um die Frage, wie sich soziale Sicherung gerecht gestalten lässt, von Katharina Dröge (Mitglied im Kreisvorstand KV Köln und Koordinatorin FaFo Wirtschaft und Soziales der GJ) und Josefine Paul (BAG ChristInnen und Koordinatorin FaFo LesBiSchwul der GJ).

Prominenz zahlreich im Einsatz

Auch die grüne Prominenz war zahlreich nach Köln gekommen. Claudia Roth avancierte einmal mehr zum Publikumsmagnet. Aber auch der kirchenpolitsche Sprecher der Bundestagsfraktion, Josef Winkler, schaute genauso vorbei, wie zahlreiche landespolitische AkteurInnen. Auch Malte Spitz (ehemaliger politischer Geschäftsführer der GJ und jetzt Beisitzer im Bundesvorstand der Altgrünen) machte einen kleinen Abstecher nach Köln.

In zwei Jahren wird der 32. Deutsche Evangelische Kirchentag in Bremen stattfinden - und sicherlich wieder mit stachliger Beteiligung der GRÜNEN JUGEND.

Ein Artikel von Josefine Paul.

Achtung: Datendiebstahl

Eine unbekannte Person oder Personengruppe hat sich durch den kriminellen Zugriff auf die Mailverwaltung der GRÜNEN JUGEND alle Emails der Bundesgeschäftsstelle und einiger Vorstandsmitglieder seit März 2011 an eine Emailadresse im Ausland weiterleiten lassen. Wir wissen nicht, wer hinter diesem Datendiebstahl steckt oder mit welcher Intention er durchgeführt wurde. Die Emails wurden samt Text, Anhang und Signaturen weitergeleitet.

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