100.000 für Klimagerechtigkeit. Und zwar jetzt!
16.12.2009: Ein Bericht über die internationale Großdemonstration in Kopenhagen von Sven-Christian Kindler, grüner Bundestagsabgeordneter und seit vielen Jahren in der Umweltbewegung aktiv.
Es ist mitten in der Nacht. 3 Uhr am Samstag Morgen, den 12. Dezember 2009. Am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Hannover treffen sich 75 überwiegend junge Grüne und AktivistInnen der GRÜNEN JUGEND. Ihr Ziel: Kopenhagen. Gemeinsam haben Jan Philipp Albrecht, der grüne Regionsverband Hannover und ich zwei Busse mit rund 100 Plätzen organisiert, um zur internationalen Großdemo nach Kopenhagen zu fahren. Wir wollen gemeinsam auf die verhandelnden Staaten bei der UN-Klimakonferenz – Conference of the Parties 15 (COP15) - Druck ausüben, damit diese ein wirkliches Reduktionsabkommen und angemessene Finanzmittel für die Entwicklungsländer zur Anpassung an den Klimawandel beschließen.
In Hamburg steigen noch 25 weitere Grüne zu und schnell sind wir dann auch schon in Puttgarden. Nach einer kurzen Ausweiskontrolle fahren wir dann auf die Fähre nach Rødby. Es weht eine raue, kalte Brise an Deck, doch dafür bezaubert der Blick auf die sich sanft bewegenden Wellen der Ostsee im Schein des Mondes. Ein Moment um inne zu halten und sich zu vergewissern, um wie viel es in Kopenhagen geht. Um nicht weniger als ein Abkommen, das sich der größten ökologischen, sozialen und ökonomischen Herausforderung des 21. Jahrhunderts annimmt. In Kopenhagen kann und wird Geschichte geschrieben werden. Nicht nur von den VerhandlungsführerInnen und Staatschefs. Es wird auch der Startpunkt für eine große, globale Klimabewegung sein.


