Hilfe - das Eis schmilzt! Neue Bundesregierung muss konsequente Klimapolitik fortsetzen.
01.10.2005: Zu den aktuellen Simulationen weltweiter Forschungseinrichtungen zum Klimawandel erklärt Stephan Schilling, Sprecher der GRÜNEN JUGEND:
Pinguin machte während unser Hochtour auf den Klimawandel aufmerksam
"Die Berechnungen der ExpertInnen des Zwischenstaatliche Ausschuss für den Klimawandel (IPCC) der Vereinten Nationen zeigen: es bleibt nicht mehr viel Zeit zu handeln, wenn wir den Klimawandel stoppen wollen! Selbst in den günstigsten Szenarien prognostizieren die ForscherInnen einen Temperaturanstieg von 2,5 Grad Celsius bis Ende des Jahrhunderts und damit einen Anstieg, der oberhalb des kritischen Werts von 2 Grad Celsius liegt. Die ökologischen und wirtschaftlichen Schäden, die dies nach sich zöge, sind kaum vorstellbar. Alleine für das Jahr 2050 berechnete das DIW 2 Billionen US-Dollar Schäden.
Rot-Grün hat mit dem Erneuerbaren Energien Gesetz und seinem internationalen Engagement für den Klimaschutz wichtige Schritte erzielt. Und mit dem Kyoto-Protokoll hat auch die internationale Gemeinschaft mit dem Klimaschutz begonnnen. Doch diese Schritte reichen keineswegs aus. Würden nur die Reduktionsverpflichtungen des Kyoto-Protokolls umgesetzt, würde die globale Temperatur dennoch um 2,5 Grad Celsius ansteigen. Die GRÜNE JUGEND fordert daher nachdrücklich einen Kyoto II Prozess. Hier muss Deutschland eine VorreiterInnenrolle einnehmen.
Zugleich ist die kommende Bundesregierung gefragt, eine nationale Strategie Weg vom Öl vorzulegen. Hier haben wir ein umfassendes Konzept, das den Ausbau erneuerbarer Energien und Kraftstoffe, den Abbau umweltschädlicher Subventionen und verstärkte Forschung im Bereich der Umwelttechnologien enthält, vorgelegt: Wir fragen daher SPD und CDU: wann ist die Zeit des Personenpokers vorbei, wann wird sich die abzeichnende Große Koalition endlich dieses Themas annehmen? Muss Merkel und Schröder erst das Wasser bis zum Hals stehen, damit sie die Notwendigkeit von Klimaschutzpolitik erkennen? Und wir nehmen die Junge Union und die Jusos in die Pflicht: wenn sie wirklich für generationengerechte Politik stehen, dann ist jetzt die Zeit gekommen, zu handeln - für den Klimaschutz, für die Energie- und Verkehrswende, für unsere Zukunft. Die GRÜNE JUGEND steht hier gerne jederzeit mit Rat und Tat zur Seite."


