GRÜNE JUGEND aus dem Wendland zurückgekehrt
15.11.2003: Optimistischer Widerstand verwirklicht. Stade nun abgeschaltet.
Es war tatsächlich ein friedlicher und vor allem bunter Protest - so wie ihn die BI Lüchow-Dannenberg und andere Organisationen, die an der Ausgestaltung der Proteste beteiligt waren, angekündigt hatten. Entlang der Strecke wurde in Vorbereitung auf Tag X ein regelrechtes Kulturprogramm geboten: Chor-Wettbewerbe, ein Harry-Potter-Lesemarathon, Flamenco-Abende und Laternen-Umzüge zum St.Martins-Fest. Dieser Protest hat sicherlich auch den angereisten 13.000 PolizistInnen gefallen - die selten Grund zum Einschreiten hatten.
Kein Endlager in Gorleben!
Die GRÜNE JUGEND war am Samstag Mittag zur Auftaktdemo in Dannenberg angereist, um die Menschen vor Ort in ihrem Protest gegen den Transport zu unterstützen. Dies ist uns besonders wichtig, da wir das Anliegen der WendländerInnen teilen, Gorleben nicht als Endlager zu manifestieren. Außerdem wollen wir einen sofortigen Ausstieg aus der Risikotechnologie Atomkraft! Jeder weitere Lauftag für jedes einzelne AKW ist ein großes Risiko für alle BürgerInnen. Deswegen begrüßen wir natürlich die Abschaltung des AKW Stade - auch wenn dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein darstellt.
Optimistischer Widerstand war möglich
Den zuvor geforderten "optimistischen Widerstand" haben wir verwirklicht. Zusammen mit all den anderen Castor-GegnerInnen haben wir an den bunten Aktionen teilgenommen und am Tag X unser möglichstes getan, um es dem Zug nicht zu leicht zu machen, in das Zwischenlager zu gelangen. Leider wurden einige TeilnehmerInnen unseres Camps dabei - auch außerhalb der Verbotszone - Opfer der polizeilichen Gewalt geworden. Deswegen fordern wir eine Kennzeichnungspflicht für alle PolizistInnen während solcher Einsätze.
> Fotos aus dem Wendland