Summercamp von CDN
10.08.2006: Insgesamt 60 Teilnehmende aus 21 Ländern ließen das Summercamp von Cooperation Development Network Eastern Europe (CDN) zu einem mulitkulturellen Fest werden. Ein Bericht.
Weit entfernt von allen Hauptstädten oder auch nur größeren Ortschaften fand vom 14.-21. Juli das Camp in Kopaonik, einem Nationalpark in Südserbien, statt. Da dieser Ort sowohl für West-, wie für Osteuropäer unfindbar in den Bergen liegt, wurde am Freitag in Belgrad ein Bus gemietet, der uns wohlbehütet in unser Domizil brachte - vorbei an Städten, Dörfer und Feldern und vorbei an vollen Bussen, die mit zugezogenen Gardinen und befüllt mit allerlei Flüchtlingen ihren sicheren Weg durch das Land suchten.
Wir hatten nie Probleme mit irgendwem. Unsere Herberge lag zwar recht dicht an der Grenze zum Kosovo - daraus sind uns aber keinerlei Unannehmlichkeit erwachsen. Während also wichtige Menschen in Wien darüber berieten, ob diese Provinz demnächst ein eigenständiges Staatswesen werden darf oder nicht, debattierten wir langanhaltend zum Thema "Strengthening Diversity in European Cultures from East to West". Mehr noch als auf theoretischer Ebene haben wir uns der Vielfältigkeit europäischer Kulturen jedoch auf lebendige, wenn nicht gar leibliche Weise genähert - mit glaubwürdigen Einführungen in fremdländische Alkoholika, genauso wie mit ausgelassenen Parties die ganze Woche hindurch. Schwer bepackt mit bunten Eindrücken, ewig bleibenden Erlebnissen, einem Bündel neuer Projekte und einer Flasche Raki verließ ich Serbien Richtung Ungarn. Vielen Dank an dieser Stelle allen Truckerfahrern und Ungarn-Urlaubern, die mich armseligen Tramper ein Stück des Weges mitnahmen.
Alles in Allem gibt es für mich nach Kopaonik mehr als einen Grund, Osteuropa und Serbien im Besonderen noch so manches mal erneut zu bereisen. Die nächste Gelegenheit wird 2007 sein, dann in Kiew. Folgt den Informationen und bewerbt euch rechtzeitig. Es lohnt sich auf alle Fälle!