Forderungen der GRÜNEN JUGEND zu Gentechnik

12.04.2004: Die GRÜNE JUGEND spricht sich deutlich gegen Gentechnik aus, wir fordern deshalb:

  • Die Aufrechterhaltung der Novel-Food-Verordnung: Der Grenzwert zur Kennzeichnung gentechnisch veränderter Produkte bei unabsichtlicher Verunreinigung muss auf 0,3% gesenkt werden. Bei Saatgut fordern wir einen Grenzwert von 0,1%; dieser Nullnachweisgrenzwert ist in Österreich bereits verankert
  • Klärung und Verschärfung des Produkthaftungsrechts und Einführung einer umfassenden Haftung mit Versicherungspflicht gegenüber den Betreibern gentechnischer Anlagen und Freisetzungen für ökologische und gesundheitliche Schäden
  • Europäisch einheitliche Maßnahmen für eine möglichst friedliche Koexistenz (d.h. der Mindestabstand zwischen gentechnisch- und nicht gentechnisch veränderten Pflanzen muss so groß sein, wie sich die angebaute gentechnisch veränderte Pflanze auskreuzen könnte)
  • Ein Verbot der Patentierung von Pflanzen und Tieren sowie deren Erbgut im Rahmen der notwendigen Novellierung der Patentierungsrichtlinie der EU
  • Die Kennzeichnungspflicht auf tierische Produkte wie Eier und Fleisch auszuweiten, wenn das Futtermittel genetisch verändert wurde
  • Die Freisetzung von GVO (genetisch veränderte Organismen) in Biosphärenreservaten, Naturschutz und FFH- Gebieten sowie in Saatgutvermehrungsregionen muss verboten werden! Das gilt auch für den Wald, der den Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten darstellt. Deshalb fordern wir ein generelles Verbot der Gentechnologie in der Forstwirtschaft

Denn Gentechnologie ist nicht mehr aufhaltbar, ist sie einmal in der Natur verankert!

Folgen der Gentechnik:

  • Unkrautresistenz
  • Krankheitsresistenz
  • Insektenresistenz
  • Antibiotikaresistenz
  • Artfremde Wachstumsgene innerhalb eines Organismus
  • Schädlingsresistenz
  • Verlust von Millionen Arbeitsplätzen wegen Rationalisierungstechnologie !
  • Weiter sieht die Grüne Jugend die Menschenwürde und das Recht auf körperliche Unversehrtheit gefährdet, die durch Selektion und Klassifizierung von Menschen nach ihrem Erbgut oder der Aussonderung von Behinderungen sehr an Wert verliert !
  • Auch das genetisch manipulierte Traumkind aus dem Katalog oder die Einstellung von ArbeitnehmerInnen nach ihrer genetischen Leistungsbilanz darf es nicht geben !
  • Genmanipulierte Lebensmittel sind industrialisierter, uniformierter und ungesünder !
  • Auswirkungen auf das biologische Gleichgewicht und die biologische Artenvielfalt in der Forstwirtschaft !
  • Auslösen von Allergien und Krankheiten, durch die in Pflanzen eingebauten Genen !
  • Mehr Armut, da einzelne multinationale Agrarkonzerne an die Kontrolle über Nahrungsmittel gelangen werde !

Ziel muss sein, gegen die wenigen Mächtigen in der Gentech-Industrie vorzugehen und auf das Interesse der Bevölkerung zu hören. Deshalb fordert die GRÜNE JUGEND, sich die Folgen der Gentechnik für Mensch, Tier und Ökosystem klarzumachen und aktiv gegen Gentechnik vorzugehen- der Erde zuliebe !

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