Vielfalt statt Einfalt - jetzt auf Klima- und Umweltschutz achten!
22.05.2004: Zum "Internationalen Tag der Artenvielfalt" am 22. Mai 2004 erklärt die GRÜNE JUGEND:
Die vom Fachmagazin "Nature" veröffentlichte Studie zum Klimawandel, die Anfang dieses Jahres herausgebracht wurde, brachte schockierende Ergebnisse: Schon 2050 könnte jede vierte Art ausgestorben sein oder aussterben. Diese Prognose, die von 19 renommierten BiologInnen aus aller Welt gestellt wurde, gibt Grund zu schnellem und effektivem Handeln im Umwelt- und Klimaschutz.
Schon jetzt hat das Artensterben global einen alarmierend hohen Grad erreicht. Gründe sind vor allem auch die Flächenversiegelung, Grundwasserverschmutzung, Waldrodungen, zu hohe Abgaswerte und Überfischung der Binnengewässer und Weltmeere.
Vor der eigenen Haustür umdenken!
Straßen, Gewerbegebiete, Kaufparks auf der Wiese vor der Stadt und die Villen im Grünen zersiedeln die Landschaft, versiegeln den Boden und zerstören so fortschreitend natürliche Lebensräume. Abgase und Pestizide beeinträchtigen natürliche Ökosysteme!
Eine ökologische Landwirtschaft hingegen liefert gesündere Lebensmittel, schont den Boden, Tiere und Wasser und erhält so ihre Grundlagen. Zudem bietet sie den LandwirtInnen neue Einkommensmöglichkeiten als EnergiewirtInnen und NaturschützerInnen, die die Artenvielfalt erhalten.
Grundlagen umweltverträglicher, sozial gerechter und trotzdem wirtschaftlicher Waldnutzung müssen vor allem auf den Verzicht auf Kahlschlag, Pestizideinsatz und chemischer Düngung aufbauen, nur so kann die Artenvielfalt der Tiere und Pflanzen erhalten werden.
Es darf nicht dabei bleiben, dass PolitikerInnen weltweit ihr Gewissen mit der Schaffung einzelner Naturschutzgebiete beruhigen! Diese sind ein wichtiges Instrument und ein Schritt in die richtige Richtung, doch die Erhaltung der Biodiversität muss in allen Lebensbereichen eine größere Rolle spielen.
Insgesamt müssen die Finanzierungsinstrumente für die globale Biodiversität auf den Prüfstand, um sicherzustellen, dass alle Projekte des globalen Natur- und Artenschutzes einen nachhaltigen Finanzierungsmechanismus erhalten.