GRÜNE JUGEND gegen Castor - Gorleben 2002
27.12.2002: Die GRÜNE JUGEND war mit einem eigenem Camp beim Castor-Transport vor Ort. Durch zahlreiche Protestaktionen wurde für einen Atomausstieg und die Energiewende geworben. Der Jahresrückblick in Sachen Castortransport.
Im November rollten 12 Castoren mit hoch radioaktivem Material von der französischen Wiederaufbereitungsanlage bei La Hague ins wendländische Gorleben.
Die GRÜNE JUGEND nahm aktiv am Widerstand teil. Rund 40 GJlerInnen aus der ganzen Republik ließen sich auch von widrigen Wetterbedingungen nicht abschrecken und beteiligten sich an unserem eigenen Camp in Reddebeitz. Von dort aus machten wir vom 09. bis zum 14. November zahlreiche Aktionen. Der Startschuß war die Auftaktdemo. Mit zwei großen Demonstrationszügen zogen wir vor das Zwischenlager in der nähe von Gorleben und bekundeten unseren Protest.
Unter dem Motto "Das Wendland wird ver-rückt!" gründete die GRÜNE JUGEND an der Transportstrecke ihr eigenes Dorf "Strahlsünd". Viele weitere Gruppen taten dasselbe, um zu zeigen, dass die Menschen im Wendland und anderswo näher zusammenrücken, wenn ein Atomtransport rollt. "Strahlsünd" hatte eine eigene Bürgermeisterin mit Rathaus, eine Bank, eine Bibliothek und sogar ein eigenes Atomkraftwerk...
Bis zum endgültigen "Tag X", dem Tag, an dem der Castor ins Wendland kam, fanden in der gesamten Region viele solcher Aktionen statt.
In Hitzacker wurde am Mittwoch unser Trupp leider unsanft gestoppt. Auf dem Weg zu den Gleisen, auf denen die Castoren in wenigen Stunden rollen sollten, wurden sie mit weiteren DemonstrantInnen eingekesselt und schließlich in Gewahrsam genommen. Am nächsten morgen, als das Gros der GRÜNEN JUGEND wieder auf freiem Fuß war, hatten die Castoren schon längst ihr Ziel, das Zwischenlager, erreicht. Trotzdem war unser Camp ein voller Erfolg und soll im nächsten Jahr wiederholt werden.