Seminar zu "Life, Economy and the Pursuit of happiness"
01.05.2010: Vom 13.-18. April fand in Opovo in Serbien das erste Seminar der FYEG Working Group on Green Economy statt. Es war besonders an Menschen gerichtet, die sich vorher noch nicht so intensiv mit Ökonomie auseinandergesetzt hatten, und sollte dementsprechend Grundlagen vermitteln.
Unsere gemeinsame Reise begann in Belgrad, im Büro von Zelena Omladina, der serbischen Grünen Jugend. Die Teilnehmer_innen des Seminars kamen aus ganz Europa: Großbritannien, Spanien, Österreich, Ukraine, den Niederlanden und natürlich Serbien. Inhaltlich war das Seminar so aufgebaut, dass wir zunächst ökonomische Begrifflichkeiten wie Angebot und Nachfrage oder BIP (Brutooinlandsprodukt) erklärt bekamen und uns mit der Geschichte ökonomischer Theorien beschäftigt. Nach zwei Tagen der Einführung begannen wir dann, das Konzept des Green New Deals und damit verbundener Fragen zu diskutieren. Unter anderem ging es darum, wie negative Externalitäten – zum Beispiel ökologische Schäden – im Preis eines Produkts sichtbar gemacht werden können, ob das BIP als Wohlstandsindikator ein sinnvolles Konzept ist oder warum wirschaftliches Wachstum kritisch gesehen werden kann. Zudem bekamen wir einen Eindruck von Grünem Wirtschaften in Serbien während eines Vortrags zweier Mitarbeiterinnen des serbischen Umweltministeriums. Die Debatten, die wir auf dem Seminar geführt haben, waren für viele Teilnehmer_innen ein Denkanstoß. Viele wollen weiterhin zu dem Thema arbeiten, weshalb wir am letzten Tag auch neue Ideen für Projekte zu Green Economy gesammelt haben.
Die Abendgestaltung kam aber – wie zu erwarten war – auch nicht zu kurz. Neben den weltbekannten "International Evenings" haben wir jeden Abend getanzt, gelacht und getrunken. Besonders die Abschiedsfeier in einer örtlichen Bar war sehr reich an Musik, Tanzen und natürlich Rakija.
Die Aktion mit der serbischen Grünen Jugend am letzten Tag in Belgrad zu Erneuerbaren Energien war der letzte Höhepunkt eines rundum gelungenen Seminars. Die Rückreise fiel nicht nur aufgrund des Abschieds von unseren neuen Freund_innen schwer, sondern wurde auch ziemlich durch die Aschewolke über Europa beeinträchtigt. Zum Glück sind am Ende aber alle gesund und munter zu Hause angekommen.