„Lets go to K-Bar...“ der etwas andere Rückblick auf die General Assembly 2010 in Bratislava
31.05.2010: Ein Bericht von der General Assembly unserer europäischen Dachorganisation FYEG...
Am 12. Mai war es wieder so weit: Die Fahrt zur GA 2010 sollte beginnen. Ich war froh, Handschuhe eingepackt zu habe, denn der Eurolines Bus, der mich vom Kölner Omnibusbahnhof direkt in die slowakische Metropole bringen sollte, hatte über eine Stunde Verspätung und für Mitte Mai war es arschkalt. Am nächsten Tag, Donnerstagmorgen um 9.30Uhr, am Tagungsort angekommen, war die GA schon seit einer halben Stunde in Gang. Sie begann mit der Vorstellung der KandidatInnen für die verschiedenen zu wählenden Positionen, das EC, die Redaktion des Mitgliedermagazins Ecosprinter, das Financial Controlling Committee sowie den Organisationen, die von FYEG als Member Organisation anerkannt werden wollten. Die Vorstellung der KandidatInnen für den Posten des Secretary General (einer Art Mischung aus organisatorischer/m und poilitischer/m Geschäftsführerung) wurde um einen Tag verschoben, da eine der KandidatInnen noch nicht da war. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde konnte allen BewerberInnen Fragen gestellt werden. Danach wurde die GA unterbrochen und mit der „Spring Conference“ fortgefahren. Hierbei drehte sich der erste Workshop um den Green New Deal bzw. die Frage, mit welchen Maßnahmen die Wirtschaft grüner gemacht werden könnte. Der zweite Workshop widmete sich Bologna und die in ganz Europa stattgefundenen Studierendenproteste der vergangenen Monate. Hierbei wurde glücklicherweise die Diskussionsform eines Fishbowls ausprobiert. Mit den beiden grünen EP-Abgeordneten Ska Keller, Karima Delli sowie Cengiz Kulac, der die Bildungsproteste für Österreich mitorganisiert, hatten wir drei kompetente Input-GeberInnen zu Gast. Dazu mischten sich mit kurzen Statements jeweils die Delegierten und berichteten von den Protesten aus ihren jeweiligen Herkunftsländern. Hierbei wurde die zunehmende Kommerzialisierung der Bildung wurde angeprangert, sowie die Problematik, dass eigentlich nichts einfacher und vergleichbarer geworden sei durch Bologna. Das spektakuläre Abendessen erlaubte es uns, auf Zetteln Fragen an die MEPs zu stellen, die diese – so ist zu hoffen - wahrheitsgemäß beantworteten. Als krönenden Abschluss des offiziellen Programms bekam Fredrik aus Schweden noch einen tollen Geburtstagskuchen und rief bei seiner Rede zur Revolution auf :-). Der Abendausklang fand – wie an den nächsten Tagen auch – in der K-Bar direkt neben dem Hotel statt. Der Donnerstag war der Karaoke gewidmet und die normalen BesucherInnen waren sichtlich überrascht eine Horde von wild-gewordenen Mit-20igern plötzlich dort zu sehen, die kein Slowakisch sprachen.
Am Freitag ging es weiter mit einer Debatte um Atomenenergie. Mit einem Klimaexperten, der Vorsitzenden der slowakischen Grünen Jugend, und Ivan aus dem EC hatten wir kompetenete DiskussionsteilnehmerInnen. Der geplante Workshop zu digital rights musste leider ausfallen. In der Zeit stellten sich die KandidatInnen für das SecGen-Amt vor. Mit Lunchpaketen versorgt ging es danach zur Aktion in die Innenstadt. Nach Ewigkeiten fanden die beiden Gruppen den Ort des Geschehens und schreiben auf eine Mauer, wie sie sich die Zukunft wünschen. Zudem halfen wir, Flyer zu verteilen. Nach der Aktion ging der Freitagnachmittag weiter mit politischem und finanziellem Rechenschaftsbericht, sowie der Aufklärung über den Betrug. Eline und Marta aus dem EC taten ihr bestes, uns alles zu erklären. Der alte Vorstand sowie der SecGen wurden politisch entlastet und die Finanzstrategie wurde verabschiedet. Diese besagt, dass die finanzielle Entlastung binnen der nächsten 2 Monaten per elektronischer Abstimmung passieren solle. In der späten Nacht ging es wieder in die K-Bar.
Der Samstag wurde anstrengend, das war schon vorher klar. Es galt die Satzungs- und Geschäftsordnungsänderungsanträge zu diskutieren und zu beschließen, die - unter anderem- die Future Group erarbeitet hatte. Am Abend hatten wir dann schon im ersten Wahlgang ein neues EC, waren mit den Satzungsänderungen durch und konnten zum Abendessen gegen 22 Uhr in die Stadt fahren. Der Abend klang mal wieder in der K-Bar aus, wo getrunken und getanzt wurde.
Am Sonntag galt es noch, das Advisory Committee zu wählen, den Activity Plan zu beschließen, die Working Groups zu mandatieren und leider auch säumige MOs zu suspendieren. Gegen 15 Uhr waren wir mit der GA fertig; es schüttete und stürmte, sodass die Leute, die erst am nächsten Tag abreisten, nichts machen konnten, als herumzusitzen. Ich machte mich am Abend auf den Weg nach Wien, um von dort den Nachtzug nach Köln zu nehmen. Eins steht fest: Zug fahren ist besser als Bus fahren.
Für alle von euch, die die Anträge/Bewerbungen/Beschlüsse interessieren: <a title="Externer Link zu www.fyeg.org/cms/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=64&Itemid=92 (Neues Fenster)" target="_blank" href="http://www.fyeg.org/cms/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=64&Itemid=92">