Arbeiter_innen streiken beim Bau eines Fußballstadions

Fußball fair für alle - Für eine gerechte Weltmeisterschaft

11.06.2010: 2004 hat das Exekutivkomitee der FIFA Südafrika die Ausrichtung der Fussball-Weltmeisterschaft 2010 erteilt. Ein Novum in der Geschichte des Fussballs und mit vielen Hoffnungen und Vorstellungen verbunden.

*Für das Fest müssen zuerst die Einheimischen leiden*

Für die Neubauten zu der Weltmeisterschaft finden Enteignungen von Wohnräumen statt. Die Enteigneten werden ohne Entschädigung in Wohn-Container verfrachtet. Nicht selten so weit von ihren ehemaligen Wohngebieten entfernt, dass sie ihre Arbeit nicht mehr ausführen können. Demonstrationen und Proteste schließen sich an, aber die Medien berichten darüber nicht.

In den Städten, in denen die Weltmeisterschaft stattfinden soll, werden Einwohner vertrieben die das Bild eines gesunden und idyllischen Staates stören könnten - Straßenkinder, Prostituierte, BettlerInnen. Ohne Rücksicht wird sogar mit Gewalt oder Verschleppung gearbeitet, um der Welt ein sauberes Bild zu präsentieren.

Die FIFA schlußendlich sorgt dafür, dass die Weltmeisterschaft, die ihr und ihren Sponsoren ohnehin bereits Milliarden beschert, auch den letzten Cent aus dem Land presst. Geschäfte im Umfeld der Veranstaltungen müssen schließen damit die Hauptsponsoren der FIFA nicht die kleinste Konkurrenz befürchten müssen. Gewerbetreibende müssen in den armen Schichten um ihre Existenz bangen.

Das Geld bleibt wie so oft bei einigen Wenigen hängen. Die FIFA treibt dieses Spiel aber perfide weiter und lässt das Business Fußball bis zur elenden Kommerzialisierung laufen. Schuld daran sind aber auch die Fans, die dieses Treiben widerspruchlos hinnehmen. Während der Weltfußballverband mit Milliarden Gewinnen rechnet, werden Menschenrechte in Südafrika verletzt und Unrecht im Namen des Fussballs begangen.

2014 wird die Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien stattfinden und auch dort machen sich die typischen Erscheinungen globaler Sportereignisse breit - schnell kommen, viel Geld machen, schnell wieder gehen.

Die GRÜNE JUGEND fordert die Wahrung der Menschenrechte.

Die GRÜNE JUGEND fordert Südafrika und die FIFA auf, bei der Organisation und Durchführung der Fussball-Weltmeisterschaft 2010 geltende Gesetze und die Menschenrechte zu wahren und das Leiden einzelner Menschen für den Spaß und die Leidenschaft der Massen zu beenden. Wir fordern die Fans, die nach Südafrika reisen auf, mit offenen Augen auch die Geschehnisse jenseits der Stadien zu beachten und sich kein sauberes Kommerzevent auf Kosten der Einheimischen vorspielen zu lassen. Für eine faire WM - in und um die Stadien!


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