Kongress: Star-Wars-Workshop

07.05.2005: Spätestens seit dem Irakkrieg ist offensichtlich, dass ein Wandel in der Kriegsführung stattfindet. Diese Thematik griffen die ReferentInnen Pia Kohorst und Alex Bonde unter der Moderation von Ben von der Ahe auf.

Krieg werden heutezutage zunehmend asymmetrisch geführt, dass heißt weg vom Krieg zwischen Nationalstaaten hin zu einem Krieg zwischen hochgerüsteten Militär auf der einen, und kleineren (oft nicht staatliche) Gruppierungen auf der anderen Seite. Das Völkerrecht wird nicht mehr anerkannt, das staatliche Gewaltmonopol ist oft zerbrochen und in den zunehmend privatisierten Kriegen gibt es auch ökonomische Interessen.

Auch die Technik der Kriegsführung ändert scih. Während in früheren Konflikten Panzerung und Feuerkraft im Vordergrund standen, ist mittlerweile die Information ein kriegsentscheidender Faktor geworden. Die Kampftruppe von morgen ist klein, schnell und gut informiert. Auch die Medien sind zu einer steuerbaren Waffe geworden, somit ist eines der ersten Opfer des Krieges auch immer die Wahrheit.

Doch auch das Bedrohungsszenario hat sich geändert. Terrorismus, Massenvernichtungswaffen, aber auch der Zugang zu Ressourcen und deren Verteilung sowie organisierte Kriminalität, Korruption und Epidemien stellen eine Bedrohnung für das friedliche Zusammenleben dar.

Eine Reaktion auf diese Bedrohnungsszenarien ist das umstrittene NMD (National Missile Defense) der USA. Dieser Raketenschirm soll aufliegende Langstreckenraketen auf die USA abfangen. Die damit verbundenen Kosten von 90 Mrd. US $, die mangelnde technische Reife, die militärische Fragwürdigkeit und der Ausstieg aus de Atomwaffensperrvertrag zeigen die Sinnlosigkeit des Projektes. Die GRÜNE JUGEND spricht sich deshalbt gegen das Projekt und für den Einsatz der Gelder für sinnvolle Krisen- und Konfliktpräventionen aus. Entwicklungszusammenarbeit ist besser als eine Rüstungsspirale.

Roland Wolters und Christian Filies