Berlin: 500.000, Madrid: 2.000.000, Rom: 1.000.000, London: 1.000.000, Bush: 1
15.02.2003: 15. Februar. Die Friedensbewegung lebt neu auf - und schickte ein klares Zeichen zu den Ölmanagern. Mitten im "alten Europa", in Berlin, haben heute mehr als ein halbe Million Menschen gegen einen drohenden Irak-Krieg demonstriert.
Es war die größte Friedensdemonstration in der Geschichte der Bundesrepublik. Zu diesem Aktionstag hatten Friedens- und Menschenrechtsgruppen, Kirchen, Gewerkschaften, parteinahe Organisationen und auch die GRÜNE JUGEND aufgerufen.
Auf der Abschlusskundgebung nahe der Siegessäule forderten Redner/innen die USA dazu auf, nach dem jüngsten Bericht der UN-Waffeninspektoren auf einen Angriff des Irak zu verzichten.
Weltweit gingen gestern und heute in 600 Städten mehrere Millionen auf die Straße. Die GRÜNE JUGEND hofft, dass diese weltweite Welle der Solidarität nur der Beginn für weitere Proteste ist, bei denen Ablehnung von Gewalt als politisches Mittel zum Ausdruck gebracht wird.
Auch die Grünen Politiker/innen Jürgen Trittin (Bundesumweltminister) und Renate Künast (Bundesministerin für Verbraucherschutz) sowie die beiden Parteivorsitzenden von B90/Die Grünen, Reinhard Bütikofer und Angelika Beer, nahmen wie auch mehrere hundert Mitglieder der GRÜNEN JUGEND an der Demonstration teil. > Bildergalerie
Wir begrüßen weiterhin die bisherige Irak-Politik der rot-grünen Bundesregierung, die wesentlich zu einer Stärkung der europäischen und internationalen Opposition gegen einen Angriffskrieg beigetragen hat. Entsprechend der Hamburger Erklärung von Sozialdemokraten und Grünen erwarten wir ein klares "Nein" der Bundesrepublik im Sicherheitsrat zu jedem Antrag, der einen Krieg legitimieren könnte.