Wahlalter senken statt Elternwahlrecht
09.05.2003: GRÜNE JUGEND und Jutta Dümpe-Krüger, jugendpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion sind sich einig: "Elternwahlrecht" ist der falsche Weg
Zu der überparteilichen Initiative, das Wahlrecht ab der Geburt einzuführen und bis zur Volljährigkeit auf die Eltern zu übertragen, erklären Jutta Dümpe-Krüger, jugendpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Benjamin von der Ahe, Bundesvorstandssprecher der GRÜNEN JUGEND:
"Eine Debatte über das Wahlrecht für Kinder und Jugendliche ist längst überfällig. In die völlig falsche Richtung aber geht die Initiative, das Wahlrecht bis zur Volljährigkeit auf die Eltern zu übertragen. Die richtige Zielsetzung, demokratische Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken, wird durch ein "Elternwahlrecht" konterkariert. Denn nicht immer handeln Eltern im Interesse ihrer Kinder und politische Überzeugungen sind oft konträr.
Eine Gesellschaft, die auf mündige BürgerInnen setzt, muss Kindern und Jugendlichen mehr "echte" Beteiligungsmöglichkeiten geben, sei es in der Schule, im Betrieb oder an der Wahlurne. Daher fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die GRÜNE JUGEND schon lange eine deutliche Absenkung des Wahlalters. Denn in einer Demokratie dürfen alle wählen und jede Stimme ist gleich viel wert. Warum jüngeren Menschen aber dieses Grundrecht verweigert wird, ist nicht nachvollziehbar."