Lippenbekenntnisse reichen nicht aus!

13.04.2006: Zum Anstieg rechtsextremer Gewalttaten im Jahr 2005 in Mecklenburg-Vorpommern erklärt der Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND:

"Der grässliche Trend setzt sich fort, so konnte man jetzt auch in Mecklenburg-Vorpommern verlauten hören: eine erschreckende Zunahme von 21,9 Prozent rechtsextremer Gewalttaten 2005 im Vergleich zum Vorjahr! Der große Anteil von Propagandadelikten darf nicht verharmlost werden. So dürfen Hakenkreuzschmierereien oder das Singen von Nazi-Liedern auf der Straße nicht zur Normalität werden - null Toleranz gegenüber Rechtsextremismus!

Es bedarf Strategien gegen eine längst gewandelte rechtsextreme Szene, die kaum noch mit "kahlköpfigen Schlägern" daher kommt, sondern verschiedenste Subkulturen zu unterwandern versucht. Hierzu müssen Politik und Gesellschaft gerade jungen Menschen Perspektiven aufzeigen. Man muss Partizipationsmöglichkeiten an unserer Demokratie aufweisen und neue schaffen, so zum Beispiel in Form von Jugendparlamenten vor Ort. Die Angst vor Arbeitslosigkeit oder die Gefühle von Überflüssigkeit, Machtlosigkeit und Hoffnungslosigkeit müssen Ernst genommen werden. Scharf kritisiert die GRÜNE JUGEND deshalb die Äußerungen von Innenminister Gottfried Timm (SPD), dass die Ursachen für Rechtsextremismus nicht bekämpft werden können.

Mehr Bildung für MultiplikatorInnen in Schule und Jugendarbeit - die braune Gefahr muss früh erkannt und thematisiert werden. Verbände, Initiativen und gesellschaftliche Bündnisse gegen Rechtsextremismus müssen entschieden unterstützt werden: keine Kürzungen bei Civitas oder Entimon. Die GRÜNE JUGEND fordert: Lippenbekenntnisse reichen nicht aus, es müssen Taten folgen!"