Selbst_bewusst_wi(e)dersetzen

30.10.2003: Der Widerstand gegen das Atommüllendlager in Gorleben hat begonnen. Die GRÜNE JUGEND begrüßt Greenpeace-Aktion und kündigt Proteste an.

Zur Besetzung eines Bohrturms im Atommüllendlager in Gorleben erklären Ines Eichmüller und Benedikt Lux, SprecherInnen der GRÜNEN JUGEND:

"Öffentliche Aufmerksamkeit für die Notsituation in Gorleben herzustellen ist richtig und wichtig. Wir beglückwünschen Greenpeace zu dieser gelungenen Aktion. Mit der Besetzung des Bohrturms wird deutlich gemacht, dass der Widerstand gegen die menschenverachtenden Atompolitik ungebrochen ist. Der Salzstock in Gorleben ist zur Endlagerung von Atommüll nicht geeignet. Über dem Salzstock besteht keine durchgehende Tonschicht, die das Grundwasser vor radioaktiven Partikeln schützen könnte. Der Ort wird zwar noch erkundet, doch parallel dazu werden seit 1995 Fakten geschaffen. In unmittelbarer Nachbarschaft des Salzstocks wurde ein Zwischenlager errichtet, in dem mittlerweile 32 Behälter mit radioaktivem Atommüll lagern. Im November werden aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague die nächsten zwölf Castoren eintreffen.

Die GRÜNE JUGEND wird Widerstand gegen die geplanten Castortransporte leisten und die selbstmörderische Endlagerpolitik bekämpfen. Notwendig sind ein sofortiger Ausstieg aus der Atomkraft und ein Stopp der Wiederaufbereitung. Die GRÜNE JUGEND fordert eine fundierte Standortsuche für ein deutsches Endlager, wie sie im Arbeitskreis "Endlagerung" vorgestellt worden sind. Die zuständigen Bundesministerien sind jetzt gefordert, den Vorfestlegungen der unionsgeführten Länder einen Riegel vorzuschieben."