Klimaschutz braucht schnelle Taten!

07.11.2006: Zur 12. Weltklimakonferenz, die vom 6. bis 17. November in Nairobi, Kenia stattfindet, erklärt Paula Riester, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND:

"Gestern hat die 12. Vertragsstaatenkonferenz zur Klimarahmenkonvention, zugleich die zweite zum Kyoto-Protokoll, in Nairobi begonnen. Bis zum 17. November werden etwa 6.000 Teilnehmende aus den Vertragsparteien, der Wissenschaft und verschiedenen Umwelt- und Wirtschaftsorganisationen erwartet. Neben dem Problem der weltweiten Entwaldung steht insbesondere der Nachfolgeprozess für Kyoto auf der Tagesordnung. Nach dem Auslaufen der ersten Verpflichtungsperiode 2012 müssen neue Emissionsreduktionsziele vereinbart werden. Außerdem muss eine Strategie entwickelt werden, um KyotoblockiererInnen wie die USA von der Wichtigkeit des Klimaschutzes zu überzeugen und mit einzubinden.

Kyoto-Plus ist von größter Bedeutung. Bis spätestens 2008 muss ein neues Vertragswerk stehen, das endlich deutliche Einschnitte beim CO2-Ausstoß vorgibt - die bisherigen Klimaziele sind viel zu lasch. Daher begrüßen wir, dass die Diskussionen beginnen - am Ende müssen jedoch auch klare Ziele und Forderungen formuliert und umgesetzt werden. Die Zeit der langsamen Worte ist vorbei - Klimaschutz braucht schnelle Taten! Sollte es wieder dazu kommen, dass die UmweltdiplomatInnen von ihren nationalen Regierungen den Riegel vorgeschoben bekommen, müssen endlich stärkere Entscheidungsgremien auf globaler Ebene eingezogen werden. Die GRÜNE JUGEND spricht sich deshalb für eine Weltumweltorganisation aus, um beispielsweise einen internationalen Emissionshandel zu ermöglichen.

Der Bundesregierung mit Umweltminister Gabriel haben hierbei eine wichtige Rolle inne. Sie müssen für radikale und schärfere Emissionsreduktionen in den nächsten Jahren einstehen und diese vorantreiben. Deutschland muss dabei als gutes Beispiel vorangehen und unabhängig von anderen Ländern seinen Ausstoß an Treibhausgasen bis 2020 um mindestens 40 Prozent reduzieren. Des Weiteren fordern wir die Bundesregierung auf, sich für einen weltweiten Atomausstieg einzusetzen. Atomkraft ist keine Lösung gegen den Klimawandel. Atomkraft ist lediglich ein riesiges Sicherheitsrisiko, dessen Verantwortung keineR tragen kann."