Der Atomlobby endlich den Stecker ziehen

23.12.2006: Zum Antrag von EnBW auf eine Verlängerung der Betriebslaufzeit des AKW Neckarwestheim 1 erklärt Jan Philipp Albrecht, Sprecher GRÜNE JUGEND:

"Die Atomkonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW haben es immer noch nicht kapiert: Die große Mehrheit der Deutschen will keine Atomkraft mehr. Mit ihren dubiosen Anträgen auf Laufzeitverlängerungen für die maroden Atommeiler Biblis, Neckarwestheim und Co zeigen sie deutlich, dass es ihnen nur um den Profit geht. Kein Wunder, dass die EU-Wettbewerbskommissare schon wieder bei den vier Monopolisten angerückt ist. Ohne Rücksicht auf den Wettbewerb und auf Kosten von Umwelt und VerbraucherInnen - ja sogar gegen das Gesetz - mehren sie unbehelligt ihre dicken Gewinne. Die jetzt beantragte Übertragung von Strommengen auf alte Atomkraftwerke ist ein eindeutiger Verstoß gegen das Ausstiegsgesetz. Der Atomlobby muss endlich der Stecker gezogen werden.

Wir fordern die Bundesregierung auf, entsprechende Anträge ausdrücklich zurückzuweisen und unterstützen die Kampagne 'Atomausstieg selber machen', die den schnellen Wechsel zu atomstromfreien Energieversorgern fördert. Die Atomkonzerne werden schon bald merken, dass sie sich auf dem Holzweg befinden. Atomkraft ist keine sichere, keine saubere und vor allem keine billige Energieform. Die Kosten für die Entsorgung des Atommülls sind bis heute nicht im Preis enthalten. Angesichts der Probleme um die Endlagerung schieben wir sie bloß auf die nächste und übernächste Generation. Das ist skandalös und untragbar."

In fünf Minuten auf saubere Energie wechseln: www.atomausstieg-selber-machen.de