Kaufen sich Dealer das Drogenverbot?
23.02.2000: Drogenpolitik und Parteispenden
Das GAJB, Bundesverband der GRÜNEN JUGEND, stellt sich diese Frage angesichts der ungeheuerlichen Spendenpraxis, die sich derzeit offenbart.
Dazu Georg Wurth, Schatzmeister und drogenpolitischer Sprecher des GAJB: "Der Verdacht drängt sich auf, daß auch die Drogenmafia mit ihren prall gefüllten schwarzen Kassen die politische Landschaft pflegt. Möglicherweise kaufen sich die Dealer das Drogenverbot."
Ein erstes Indiz für diese These ist, daß Karlheinz Schreibers Geschäfts-partner Giorgio Pelossi derzeit der Drogengeldwäsche verdächtigt wird. Die internationalen Drogenschieber sind die einzigen, die vom Drogenverbot wirtschaftlich profitieren. Es garantiert ihnen enorme Gewinnspannen, von denen die legale Wirtschaft nur träumen kann.
Gleichzeitig werden alle Bemühungen massiv torpediert, in der Drogenpolitik voranzukommen und die Repression im Sinne der Konsumenten und Abhängigen zu entschärfen. Das zeigt sich derzeit wieder bei den Fragen der Heroinvergabe und Drogenkonsumräume. Der Drogenschmuggel gehört neben dem Automobil- und Waffenhandel zu den weltweit größten Märkten. Waffen- und Ölindustrie haben offensichtlich massiv geschmiert.