Risiken sind nicht abschätzbar
07.04.2004: Ines Eichmüller, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND, zum bundesweit ersten Versuch mit Gen-Weizen in Sachsen-Anhalt:
"Die GRÜNE JUGEND lehnt Gentechnologie in der Landwirtschaft ab. Die Risiken für Umwelt und Mensch sind nicht abschätzbar. Auskreuzung, Resistenzentwicklung und eine toxische Wirkung auf andere Organismen sind nur einige der in verschiedenen Studien nachgewiesenen Schäden durch grüne Gentechnik."
Die Firma Syngenta will trotz starken Protesten in der Bevölkerung auf etwa 850 Quadratmetern Gen-Weizen anbauen.
"Langzeitstudien in den USA haben gezeigt, dass der versprochene ökonomische Erfolg ausbleibt, die Kosten aufgrund des Nachkaufszwangs und des Einsatzes erhöhter Mengen von Herbiziden für die Landwirtschaftlichen Betriebe sogar erheblich gestiegen sind. Wir können den Enthusiasmus der Landesregierung Sachsen-Anhalt deswegen nicht nachvollziehen: Warum Gen-Weizen aussäen, wenn er das Öko-System erheblich gefährdet und wirtschaftlich keine Vorteile bringt? Die Landesregierung sollte statt dessen dem mehrheitlichen willen der Bevölkerung nachkommen und Syngenta eine Absage erteilen!" so Eichmüller weiter.
LINKS:
- Gen-Flyer der GRÜNEN JUGEND
- GRÜNE JUGEND: Beschluss zu grüner und roter Gentechnik
- letzte britische Studie zu Genpflanzen, Großbritannien
- Themen: Gentechnik
- Greenpeace Einkaufsnetz, in dem über 450 Firmen und Marken auf Gentechnikgehalt geprüft wurden
- Online-Informations-Dienst zu Gentechnik
- Demo in Stuttgart am 18.4.2004