CSD: Bunt und politisch!

Gegen die Entpolitisierung: CSD neu denken!

24.06.2008: Anlässlich des Stonewall-Gedenktages am 27.06. und des 11. Kreuzberger Transgenialen CSD am 28.6. erklärt der Bundesvorstand der GRÜNE JUGEND:

"Vor 39 Jahren gingen Lesben, Schwule und Transsexuelle in der New Yorker Christopher-Street auf die Straße um für ihre BürgerInnenrechte zu kämpfen. Sie demonstrierten gegen die Repression der Polizei und ihre gesellschaftliche Diskriminierung. Obwohl sich die homopolitische Situation inzwischen wesentlich gebessert hat, bedarf es weiterhin an politischer Demonstration für die Rechte von Lesben, Schwulen und Transsexuellen in Deutschland und weltweit. Daher unterstützt die GRÜNE JUGEND prinzipiell die jährlichen Christopher-Street-Days (CSDs) auf denen auf die existierende Homophobie in Deutschland aufmerksam gemacht wird. Hiermit verbunden ist die Kritik an Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften im deutschen Recht und anderen rechtlichen sowie gesellschaftlichen Missständen. Aber leider sind viele CSDs mittlerweile stark entpolitisierte Konsumveranstaltungen. Ein politisches Ziel ist vieler Orten nur noch schwer erkennbar.

Die GRÜNE JUGEND unterstützt den Transgenialen CSD in Berlin-Kreuzberg in seinem Anliegen, die oftmals stark kommerzialisierte und teilweise sehr konservative Lesben- und Schwulenszene öffentlich zu kritisieren. Die GRÜNE JUGEND fordert eine allgemeine Solidarität aller gesellschaftlichen Minderheiten miteinander. Freiheit und Pluralismus sind unteilbare Werte und gelten deshalb nicht nur für die Klientel der CSD- Bewegung. Jegliche Art von gesellschaftlicher Diskriminierung muss bekämpft werden, daher solidarisiert sich die GRÜNE JUGEND mit dem diesjährigen Motto des transgenialen CSDs: "Gegen Vertreibung, gegen Diskriminierung, gegen Kommerzscheiße!"

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