Vergessen ist tödlich, Verdrängen hilft nicht
29.11.2004: Zum diesjährigen Weltaidstag erklärt der Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND:
"Der Weltaidstag ist heute wichtiger denn je zuvor - denn leider ist dieses Datum mittlerweile das einzige, an dem die Öffentlichkeit und die Medien sich noch für dieses Thema interessieren. Dabei ist das Thema noch immer akut. In Deutschland leben 43.000 Menschen mit dem HI-Virus, weltweit droht das Virus ganze Landstriche zu entvölkern.
Das Motto des Weltaidstages 2004 "Frauen, Mädchen, HIV und Aids" ruft wach, dass weltweit rund die Hälfte aller HIV-Infizierten weiblich sind. Das Recht auf Aufklärung und auf Verhütungsmittel gilt es durchzusetzen. Die GRÜNE JUGEND fordert: Verhütungsmittel sollen kostenlos bereit gestellt werden. In der Schule muss Aufklärung mehr Platz erhalten.
Zudem müssen die Mittel für die Präventions- und Aufklärungsarbeit weiter aufgestockt werden. Besonders wichtig ist dabei das Werben für Toleranz. Gerade infizierte Kinder haben unter gesellschaftlicher Isolation zu leiden, dabei wären viele Ängste durch eine bessere Aufklärung zu durchbrechen.
Zudem ist ein erhöhter Druck auf die großen Pharmakonzerne dringend nötig, ihre Medikamente günstiger zu anzubieten, bzw. die Herstellung von Generika zuzulassen. Die medizinisch notwendige Versorgung der Menschen in den ärmeren Teilen der Welt darf nicht am Profitstreben der Pharmakonzerne scheitern.
Die GRÜNE JUGEND fordert Politik und Gesellschaft auf, sich auch außerhalb des Weltaidstages mit diesem Thema zu beschäftigen und Maßnahmen zu Verbesserung der Situation von Infizierten, aber auch der Situation von Trägern der Präventionsarbeit, zu treffen."
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