Hunger runterschrauben

15.10.2009: Zur Vorstellung des aktuellen Welthungerberichts der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) erklärt Kathrin Henneberger, Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND:

„Jeder Mensch, der verhungert, wird ermordet. Ermordet durch ein ungerechtes Weltwirtschaftssystem. Ermordet von einer reichen Industriegesellschaft, die verantwortungslos mit den ökologischen Ressourcen unserer Erde umgeht. Verstärkt durch die Wirtschaftskrise und den Klimawandel stieg die Zahl der Hungerleidenden im Jahr 2009 auf 1,02 Milliarden. Die meisten Betroffenen leben in Entwicklungsländern.

Wollen wir den Welthunger beenden, müssen wir unsere Art zu konsumieren und zu wirtschaften grundsätzlich umstellen. Dazu muss auch der überhöhte Fleischkonsum in den Industrieländern massiv eingeschränkt werden, denn dieser trägt eine hohe Mitschuld an der global ungerechten Nahrungsmittelverteilung.

Daher fordert die GRÜNE JUGEND ein sofortiges Hungernotprogramm: Eine faire Entwicklungszusammenarbeit muss ermöglichen, dass die Menschen sich aus Armut und Hunger befreien. Die Gleichberechtigung von Frauen, die Stärkung kleinbäuerlicher Strukturen und konsequenter Klimaschutz müssen Schwerpunkte dabei sein.“