VerbraucherInnenrechte im Internet

15.03.2005: Zum WeltverbraucherInnentag eröffnet FairSharing neues Büro in Berlin. Die Kampagne kämpft gegen das Verbot, Musik oder Filme für Privatzwecke zu kopieren.

Im Mittelpunkt der Diskussion um die Nutzung digitaler Güter wie Videos, Musik, Spiele oder Software steht derzeit der Schutz von KünstlerInnen und ProduzentInnen vor illegalen Kopien. Die Rechte der VerbraucherInnen werden dabei komplett ignoriert. Anlässlich des WeltverbraucherInnentages wendet sich das FairSharing-Netzwerk gegen die Kriminalisierung aller PrivatkopiererInnen.

Passend zum heutigen WeltverbraucherInnentag mit dem Schwerpunkt Online-Rechte wurde vom FairSharing-Netzwerk ein Büro in Berlin-Mitte eröffnet. Der Zusammenschluss aus Bürgerrechtsorganisationen und politischen Bewegungen, fordert die Legalisierung des Tauschens von Musik und Filmen zu privaten Zwecken. Ziel ist, die Kampagne für die Kulturflatrate fortzusetzen, sich verstärkt für die Rechte der VerbraucherInnen im Internet einzusetzen und über die fatalen Folgen des Digital-Right-Management (DRM) aufzuklären.

"DRM ist vor allem eine Digitale-Rechte-Minimierung und kein Managment!" erklärt Malte Spitz, Vertreter der GRÜNEN JUGEND im FairSharing-Netzwerk. "InternetnutzerInnen muss es erlaubt sein, erworbene Musiktitel auf verschiedenen Endgeräten oder beim Kauf eines neuen Computers weiter abspielen zu können und sie in der Familie oder im Freundeskreis weiter zu geben. DRM, was dies alles verhindert, steht also viel mehr für den Kontrollwahn und das Versagen der großen Musikkonzerne."

Statt P2P-Netzwerke zu verbieten und ihre NutzerInnen massenweise zu kriminalisieren fordert die FairSharing-Kampagne die Kulturflatrate. Den dazugehörigen Aufruf unterzeichneten auf www.fairsharing.de innerhalb kürzester Zeit mehrere tausend Personen.