Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft, jetzt!
23.03.2005: Zu den Ergebnissen des Mikrozensus 2004 erklärt Ines Eichmüller, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND:
"Die Gleichstellung von Männern und Frauen ist in Deutschland mitnichten erreicht, wie der Präsident des Statistischen Bundesamtes leider richtig feststellen musste. Dies ist ein Armutszeugnis für Deutschland.
Wieder einmal zeigt das Statistisches Bundesamt, dass sich das Bildungspotential von Frauen häufig nicht in Führungspositionen oder gleichwertige Bezahlung umsetzt., Frauen sind in Führungspositionen deutlich unterrepräsentiert. Kind und Karriere sind auch im Jahr 2005 für Frauen noch diametrale Widersprüche.
Junge Frauen haben keine Lust, das noch 10 Jahre in jeder Statistik zu lesen - Veränderungen sind jetzt nötig. Die Politik muss hier zu ohne Verzug handeln und zeigen, dass ihnen die Belange der Frauen nicht gleichgültig sind. Die Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern hat nicht genug bewirkt. Nicht mal ein Umdenken beim Arbeitgeberpräsidenten selbst, der sie unterzeichnet hat. Schluss mit Goodwill! Die GRÜNE JUGEND fordert die Bundesregierung auf, noch in dieser Legislaturperiode ein Gesetz zur Chancengleichheit von Frauen einzubringen, das in der Privatwirtschaft Anwendung findet. Zielvorgaben müssen dabei sein: 1. die Unterrepräsentanz von Frauen, besonders in Führungspositionen, abzubauen. 2. die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Familie für Männer und Frauen sicherzustellen. 3. die Lohndiskriminierung von Frauen zu beenden."
Der Mikrozensus ist die größte jährliche Haushaltsbefragung in Europa.
Siehe auch
Grundsatzbeschluss des Bundeskongresses der GRÜNEN JUGEND zum Thema Genderpolitik