Der Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND

Schluss mit dem Schavansinn!

17.05.2010: Anlässlich der Nationalen Bologna-Konferenz in Berlin erklärt der Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND:

"Schavan hat nichts begriffen: Sie organisierte die Nationale Bologna-Konferenz in Berlin, um sich mit Studierenden über ihre Wünsche im Bolognaprozess auszutauschen. Letzlich war die Konferenz eine reine Showveranstaltung! Auf die Forderung, dass 50 Prozent der TeilnehmerInnen aus Studierenden bestehen sollten, wurde nicht eingegangen. Stattdessen durften diverse WirtschaftsvertreterInnen über die ökonomische Verwertbarkeit von Bildung diskutieren.

Dem Schavansinn muss ein Ende bereitet werden! In Berlin faselt die Ministerin von höheren Investitionen in Bildung, will aber mit dem neuen nationalen Stipendienprogramm nicht die breite Masse der Studierenden, sondern eine ausgewählte Elite unterstützen. Eliteförderung ist der falsche Ansatz - nicht wenige, sondern viele Studierte brauchen wir! Bildung hat aber nicht nur mit Geld zu tun. Wir als GRÜNE JUGEND fordern die radikale Demokratisierung der Hochschulen, einen gerechten Zugang zum Studium für alle Menschen sowie eine kritische Lehre und Forschung, die sich nicht an ökonomischen Kriterien ausrichtet. Diese Forderungen können wir nicht mit Bildungsministerin Schavan umsetzen. Deshalb werden wir gemeinsam mit vielen anderen Studierenden im heißen Bildungsstreiksommer 2010 auf der Straße stehen und für ein wirklich demokratisches und sozial gerechtes Studium kämpfen!"