Der Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND

PISA-Schock 2.0

07.12.2010: Zu der Veröffentlichung der diesjährigen PISA-Studie der OECD erklärt der Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND:

Auch wenn Deutschland im internationalen Vergleich dieses Jahr besser abschneidet als 2006, bietet dies keinen Anlass zur Freude. Bildung ist in Deutschland immer noch stark von dem sozialen Hintergrund abhängig. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass ein mehrgliedriges Schulsystem nicht sinnvoll ist. Das deutsche Schulsystem muss endlich flächendeckend reformiert und demokratisiert werden. Noch immer verlassen 7% der SchülerInnen die Schule ohne Abschluss. Dies ist nicht akzeptabel und zeigt wiederum den großen Nachholbedarf im Schulsystem. Wir stehen der PISA Studie und ihrer Aussagekraft kritisch gegenüber. Die Studie reduziert die Leistungen der SchülerInnen auf einen Zahlenwert. Zudem zeigt sie nur eine Momentaufnahme der erbrachten Leistungen auf. Dies wird dem Individuum nicht gerecht. Wir wenden uns gegen den Leistungsdruck im Schulsystem, denn Bildung ist unserer Meinung nach ein Wert an sich und kein Mittel, um junge Menschen möglichst schnell für den Arbeitsmarkt verwertbar zu machen. Darum stehen wir auch der PISA-Studie kritisch gegenüber.