SexarbeiterInnen stärken!
02.06.2011: Zum internationalen Hurentag erklärt der Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND:
„Sexarbeit ist in unserer Gesellschaft etabliert - dabei wird der Wunsch nach sexueller Auslebung von FreierInnen akzeptiert, SexarbeiterInnen aber stigmatisiert. Die GRÜNE JUGEND kämpft gegen die Kriminalisierung und Repression von SexarbeiterInnen! Selbstbestimmte Sexarbeit muss endlich anerkannt werden. In dem Zuge fordern wir Krankenkassen und ArbeitgeberInnen dazu auf, SexworkerInnen nicht zu diskriminieren!
Die Rechte der SexarbeiterInnen müssen gestärkt werden. Dazu gehört eine bundesweit einheitliche Gesetzgebung. Die GRÜNE JUGEND fordert die MinisterpräsidentInnen der Länder zur Einigung auf! Es bedarf zudem mehr staatlicher Gelder für die Finanzierung von Beratungsstellen, damit Ein- und Umstiegsangebote massiv ausgebaut werden können und psychologische Betreuung und kostenlose Beratung in Bordellen angeboten werden kann.
Ziel ist es, dass alle Geschlechter gleichermaßen sexuelle Dienstleistungen anbieten und kaufen können und dass niemand Gewalt und Zwang ausgesetzt ist. Wir setzen uns dafür ein, dass sich sowohl die Rollenbilder von Männern und Frauen, als auch die Vorstellungen von stereotypisch geschlechtlichem Sexualverhalten ändern. Wir kämpfen außerdem dafür, dass FreierInnen Informationen bekommen, wo sie sexuelle Dienstleistungen kaufen können, ohne SexarbeiterInnen zu schaden.
Wir verurteilen Zwangsprostitution und fordern alle Ebenen dazu auf, verstärkt gegen Menschenhandels-Netzwerke vorzugehen. Ein Bleiberecht für Opfer ist im Kampf gegen Zwangsprostitution das Mindeste.“