Grenzen überschreiten!

14.11.2005: GRÜNE JUGEND macht Aufschlag für die innerparteiliche Diskussion im Jahr 2006

Auf dem 25. Bundeskongress der GRÜNEN JUGEND vom 11. bis 13. November in Koblenz, haben über 300 junge Grüne über die Frage "Zukunft Grün" und die Chancen und Probleme einer multikulturellen Gesellschaft diskutiert.

Am Sonntag wurde dazu der Antrag "Zukunft GRÜN - für eine linke, moderne und emanzipative Politik" verabschiedet. "Die Grünen dürfen in den kommenden Jahren nicht in der Karibik - zwischen Kuba und Jamaika - verschollen gehen. Es gibt jetzt wichtigeres als Farbenspielchen und Koalitionsdiskussionen." fordert Stephan Schilling, Sprecher der GRÜNEN JUGEND. "Die Grünen waren einmal "anders als die anderen" Parteien. Das müssen sie jetzt wieder werden. Nicht mit Schritten zurück in die Parteivergangenheit, sondern indem sie neuen Probleme und Fragestellungen aufnehmen." Der Beschluss schlägt dazu vor, die Grünen zu einer kosmopolitischen Partei zu entwicklen. "Wir müssen die Partei sein, die auf die Globalisierung der Politik eine Antwort gibt. Das geht nur, wenn wir es schaffen, den in Deutschland ausschließlich auf den Nationalstaat fixierten Mainstream-Diskurs zu durchbrechen, und wir zu der Partei werden, die internationale Gerechtigkeit und europäische und globale Vorgänge auf die Tagesordnung bringen." erläutert Schilling. Weitere Themen für die Oppositionsarbeit sollen die ökologische und soziale Frage sein.

Bereits am Samstag hat die GRÜNE JUGEND einen umfangreichen Antrag zur Integrations-, Migrations- und Flüchtlingspolitik mit dem Titel "Grenzen überschreiten" verabschiedet. "Jahrzehntelang haben sich die Konservativen der Realität eines multikuturellen Deutschlands verweigert. Deshalb hat auch Deutschland einen Nachholbedarf in der Integrationspolitik - nicht im Sinne einer verschärften Law- and Order- Politik, sondern in der Verwirklichung realer gesellschaftlicher Teilhabe der MigrantInnen. Dabei kommt es, das zeigen die Ausschreitungen in Frankreich, nicht nur auf Sprachfähigkeiten oder die Staatsbürgerschaft an, sondern auch darauf MigrantInnen eine ökonomische und soziale Perspektive zu eröffnen", erklärt Nike Wessel, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND. "Wir werden nicht aktzeptieren, dass die Große Koalition und Innenminister Schäuble hier viel heiße Luft produzieren, dem aber keine Taten folgen lassen."

Beschlüsse

Grenzen überschreiten! Für offene Grenzen, für die multikulturelle Demokratie!

Zukunft GRÜN - für eine linke, moderne und emanzipative Politik

Genitalverstümmelung ist Folter

Drogenfachgeschäfte

Stoppt den Abmahnwahn

Senkung der durch REACH notwendigen Tierversuche

HIV und Aids wirksam bekämpfen!

Freilassung aller politischer Gefangenen im Iran

Liberalisierung des Weinanbaus

Evaluation von Bildungseinrichtungen