Schönhuber ist tot: Kampf gegen Rechts geht weiter!
29.11.2005: Zum Tod des ehemaligen Mitglieds der SS-Leibstandarte Adolf Hitlers und REPUBLIKANER-Gründers Franz Schönhuber erklärt der GRÜNE JUGEND Bundesvorstand:
"Mit Franz Schönhuber ist ein Mensch gestorben, der den Nazis in Deutschland vor und nach 1945 viel Auftrieb gegeben hat. Im "Drittten Reich" war Schönhuber Mitglied der SS-Leibstandarte Adolf Hitlers, danach gründete er die rechtsextreme Partei DIE REPUBLIKANER und kandidierte bei den letzten Wahlen für die ebenfalls als rechtsextrem eingestufte DVU und bei dieser Bundestagswahl für die NPD.
Franz Schönhuber war ein glänzendes Beispiel für die TäterInnen des Holocausts, die bis zuletzt auf das stolz waren, was sie getan haben und trotzdem als "Mitläufer" eingestuft und nie verurteilt wurden.
Mit Schönhuber hat die rechtsextreme Szene in Deutschland einen Protagonisten verloren, der es verstand, die Morde, die er und seine Kammeraden in den Zeiten des "Dritten Reiches" begangen haben, zu verdrehen und die Täter von damals als Opfer von heute darzustellen.
Der Tod Schönhubers darf die DemokratInnen in Deutschland nicht aufatmen lassen. Sein geistiges Gift hat er in Büchern und Reden hinterlassen und es werden wieder neue Nazis nachkommen, die vielleicht in ihrer Vergangenheit nicht auf eine SS-Karriere stolz sein können, aber durchaus mit dem Wissen und den Einstellungen des Hetzers Schönhuber auf einer Wellenlinie liegen.
Auch nach Schönhubers Tod und gerade jetzt muss der Widerstand gegen rechtsextreme Akteure weitergehen. Über Möglichkeiten dazu versucht die GRÜNE JUGEND über www.gruene-jugend.de/rechtsextremismus in regelmäßigen Abständen zu informieren."