Musik gegen Rechts

13.03.2005: Das Benefizkonzert gegen Rechtsextremismus in Baden-Württemberg war ein voller Erfolg. Die 850 Euro Gewinn gingen an die Amadeu-Antonio-Stiftung.

Am 26. Februar lud die Grüne Jugend in Königshofen im nördlichen Baden-Württemberg zum Tanz gegen Rechts - und spendete den Gewinn. Veranstalter war die Grüne Jugend Main-Tauber in Zusammenarbeit mit dem Team des Veranstaltungszentrums Kulturschock Königshofen. Die Musik lieferten regionale Künstler: die Ska-Punk Bands The Oxpiks aus Tauberbischofsheim und die Punk Band Wasted Talent. QuietStorm aus Nürnberg sowie die in Lauda-Königshofen ansässige Hip-Hop Crew "Dizzazta" sorgten bei den Anhängern von Reggae, Hip-Hop und Dancehall für Freude.

Dieses genre-übergreifende Programm sorgte bis tief in die Nacht für eine grandiose Stimmung bei den über 250 meist jugendlichen Gästen - StageDiving und Pogo waren schon nach den ersten Liedern angesagt. "Der Besucherandrang war so groß, dass wir zeitweise sogar den Einlass verweigern mussten. Wir haben nicht damit gerechnet, dass die Veranstaltung auf solches Interesse stoßen würde", sagt Tilman, Vorsitzender der Grünen Jugend Main-Tauber.

Die Thematik des Abends geriet dabei nicht in Vergessenheit. Es lagen Flyer, Sticker und Informationsmaterial zum Thema Rechtsextremismus aus, zudem konnte man sich in einem Artikel der Grünen Jugend Main-Tauber über die Aktivitäten der NPD und der Jugendorganisation "Junge Nationale" informieren, die in der Region Main-Tauber in letzter Zeit stark zugenommen haben. "Durch solche Musikveranstaltungen werden auch viele unpolitische Jugendliche der Region auf die Gefahr des Rechtsextremismus hingewiesen", betont Tanja Petry, Vorsitzende der Grünen Jugend Main-Tauber, die Wichtigkeit solcher Aktionen.

Den kompletten Gewinn der Veranstaltung in Höhe von 850 Euro spendete die Jugendorganisation an die Amadeu-Antonio-Stiftung. Diese reagiert auf eine rechtsextreme Alltagskultur, die sich in den letzten Jahren vor allem in den neuen Bundesländern verankert hat. Das Ziel der Stiftung ist es, eine zivile Gesellschaft zu stärken, die dieser Entwicklung entgegentritt. Dafür werden Initiativen und Projekte unterstützt, die kontinuierlich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vorgehen, sich für demokratische Strukturen engagieren und für den Schutz von Minderheiten eintreten.

Tanja Petry und Tilman, die beiden Vorsitzenden der Grünen Jugend Main-Tauber, statteten der Amadeu-Antonio-Stiftung am vergangenen Wochenende einen Besuch in Berlin ab und überreichten den Erlös. Dieses Konzert war ein Teil der umfassenden "ANTIRAssismus"-Kampagne der Grünen Jugend Main-Tauber, mit der die Jugendorganisation durch Seminare, Flyeraktionen und Infostände über Rassismus aufklärt und dagegen vorgeht. Im Mai folgen weitere Aktionen der Kampagne, wie eine Sitzung zum Thema "Antifa in Franken".

Dieser Artikel erschien zuerst auf dieser Seite der Grünen Jugend Main-Tauber, dort liegen auch noch weitere Bilder der Veranstaltung und weitere Informationen zur Kampagne der dortigen Grünen Jugend.

Siehe auch

Bildungsoffensive gegen Rechts des Bundesverbandes der Grünen Jugend