Giftgras in Leipzig - GRÜNE JUGEND fordert Konsequenzen!

10.11.2007: Zu den Warnmeldungen der Leipziger Stadtverwaltung vor mit Blei verunreinigtem Cannabis und den bislang 19 bekanntgewordenen Fällen schwerer Vergiftung erklärt der GRÜNE JUGEND Bundesvorstand:

"Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, hat offenbar keine Ahnung von den Lebensrealitäten der Menschen in der Bundesrepublik Deutschland. Etwa vier Millionen Menschen in diesem Land kiffen und laufen auf Grund ihrer Ignoranz Gefahr, durch vergiftetes Gras schwere Gesundheitsschäden zu erleiden. Anstatt auf eine moderne, pragmatische und problemorientierte Drogenpolitik zu setzen, regiert im Bundesgesundheitsministerium weiterhin Ideologie. Diese nützt niemandem! Wir fordern stattdessen bessere Prävention, Entkriminalisierung, Drug-Checking und die Abgabe von Drogen in Drogenfachgeschäften.

Schon seit langer Zeit warnen die GRÜNE JUGEND, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und andere Organisationen wie der Deutsche Hanfverband vor den Gefahren durch verunreinigtes Cannabis. Auch die diesjährige Hanfparade unter dem Motto 'Gib mir 5 - Gegen Gift im Gras' hatte sich diesem Thema gewidmet. Das Thema ist also nicht neu; von einem 'Nichts gewusst!' kann keine Rede sein. Es ist mehr als ignorant, wenn die Bundesregierung hier nichts unternimmt und als einzigen Ausweg Abstinenz empfiehlt. Drogenpolitik sollte konsequenterweise auch VerbraucherInnenschutz sein. Dieser Aufgabe kommt die Bundesregierung nicht nach. Im Gegenteil: Sie gefährdet Mllionen von Menschen!"

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