Jugend und Parlament - aber so nicht!

12.06.2002: Zu den Plakaten der Kampagne "Jugend und Parlament" des Deutschen Bundestags - Beschluss des Bundesausschusses der GRÜNEN JUGEND (09. Juni, Dortmund)

Die Plakate der Kampagne verfehlen völlig die beabsichtigte Intention. Auf den Plakaten wird mit Aussagen geworben, die der bundesrepublikanischen Realität widersprechen. So wird zum Beispiel das Bild einer telefonierenden Frau mit der Aussage: „Flirten, lästern, Tratschen. Und keiner hört mit“ untertitelt. Tatsächlich wurde in den vergangenen Monaten das Fernmeldegesetz weitgehend beschnitten und Deutschland gilt als Weltmeister beim Abhören. Jungen Menschen werden hiermit Versprechungen gemacht, die das Parlament tatsächlich nicht einlöst.

Die GRÜNE JUGEND bedauert, dass für eine solch verfehlte Kampagne 800.000 € ausgegeben wurden. Angesichts der prekären Situation vieler Jugendprojekte ist diese Ausgabe besonders makaber.

Die GRÜNE JUGEND fordert, entsprechende Gelder zukünftig direkt in die Arbeit mit und für Jugendliche zu investieren, anstatt sinnlose Werbefeldzüge zu starten.

Beschlossen am 9. Juni 2002 in Dortmund

Gremien: