Das Problem sind die Nazis! Die GRÜNE JUGEND lehnt den Extremismusvergleich ab!
31.10.2009: Beschlossen auf dem 33. Bundeskongress der GRÜNEN JUGEND vom 16.-18. Oktober 2009 in Weimar
Immer wieder werden in Deutschland Vergleiche zwischen der radikalen Linken und der extremen Rechten gezogen. Gerade im Umfeld der CDU/CSU und der Jungen Union wird auf eine Gleichsetzung dieser Phänomene hingearbeitet. So sind Aufrufe gegen Rechtsextremismus mit der Jungen Union häufig unmöglich, weil diese in jedem dieser Aufrufe auch gegen den Linksextremismus mobilisieren will. Die Phrase „Extremismus ist Extremismus“ scheint Konjunktur zu haben.
Die GRÜNE JUGEND lehnt diese Gleichsetzung kategorisch ab.
Die radikale Linke und die extreme Rechte unterscheiden sich nicht nur deutlich in ihren Weltbildern, sondern u.a. auch in der Motivation für, der Art und dem Umfang von Gewaltanwendung. Die linke Szene ist zudem um einiges heterogener als die rechte.
Die größte Bedrohung für unsere Demokratie sind die Nazis und rechte Einstellungsmuster in der Gesellschaft. Die GRÜNE JUGEND sieht in jeder rechten bzw. rechtsextremistischen Gruppierung, Kameradschaft oder Partei eine Bedrohung für Menschen. Jeder Versuch einer Gleichsetzung erweist dem Kampf gegen Rechts einen Bärendienst.
Des Weiteren verwehren wir uns einer Gleichsetzung der DDR mit dem NS-Staat. Der Nationalsozialismus ist für die industrielle Ermordung von 6 Millionen Jüdinnen und Juden verantwortlich und stellt in seiner systematischen Menschenverachtung ein in der Geschichte bis heute einzigartiges Ereignis dar.
Wir werden keinen Aufruf und keine Resolution unterstützen, in der diese Gleichsetzungen angewendet werden.