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Die GRÜNE JUGEND hat am Montag, den 20. August, im Bündnis mit attac, noya, der BUNDjugend und Robin Wood vor dem Bundeskanzlerinnenamt in Berlin für konsequenten Klimaschutz und gegen die Klimaheuchelei der Bundesregierung demonstriert. Ein Bericht von Nadine McNeil.
Inhalt: 

Anlass für unsere Aktion war das Treffen von Angela Merkel mit Franz Müntefering, Kurt Beck und Edmund Stoiber zur Vorbereitung der Kabinettsklausur der Bundesregierung im Kanzlerinnenamt. Dort sollte über den Klimawandel gesprochen werden, doch große Erwartungen konnten wir angesichts der bisherigen Tatenlosigkeit der Regierung in Sachen Klimaschutz nicht aufbringen.

Kilometerlange Lügen

Um die Kanzlerin diesmal nicht ohne ernsthafte und konsequente Anstrengungen zum Klimaschutz davon kommen zu lassen, haben wir - insgesamt etwa 50 AktivistInnen - unser Klimalügenband einmal um das Kanzlerinnenamt gespannt sowie eine symbolische "Angela Merkel" in Form einer Großpuppe darin verwickelt. Das Seil bestand aus zusammengeknoteten Stoffbändern, die unzählige Leute zuvor - u. a. bei der großen Vorläuferaktion während der G8-Gipfel-Konzerte - mit uneingelösten Klimaversprechen beschriftet hatten.

Ein kurzes Schauspiel zeigten DemonstrantInnen, die Merkels Klimaversprechen enttarnen und mit lauten Rufen ihre Lügen offen legten: wenn sie beispielsweise versprach, Deutschland würde im internationalen Klimaschutz eine Vorreiterrolle einnehmen. Statt sich für die so nötige Wende in der Energiepolitik stark zu machen, setzt Merkel weiter auf Kohle und Atom. In der Verkehrspolitik stärkt sie der Auto- und Verkehrslobby den Rücken, verhindert die Einführung eines Tempolimits auf Autobahnen oder einer Flugticketabgabe, wie es sie beispielsweise in Frankreich schon gibt. In Sachen Landwirtschaft, Flächenentwicklung oder technologischer Forschung sieht es nicht besser aus. An ökologisierenden Maßnahmen fehlt es überall.

Wir kommen wieder!

Ein großes Banner und eine Buchstabenkette mit der Aufschrift "Stoppt die Klimaheuchelei" und "Für konsequenten Klimaschutz" hielten wir dem Vierer-Klüngel entgegen; zum Abschied sangen wir noch "We dont want no global warming". "Wenn auch diese Aktion nicht geholfen hat", riefen wir ihr durchs Megafon entgegen "werden wir dennoch wiederkommen - solange, bis wir endlich Taten sehen!"

Artikelart: 
Artikel
Vom 21 Aug 2007 - 02:00