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Im Saarland sollen Grundschulen geschlossen werden, um Geld zu sparen. Die Grünen Jugend Saar fordert, die Schulen zu erhalten und sie von dem Geld zu bezahlen, das das Land bei einem Umstieg der Verwaltung auf Linux sparen könnte.
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Die Grüne Jugend Saar ruft ihre Mitglieder sowie alle Saarländerinnen und Saarländer zur von der Initiative Rettet die Grundschulen organisierten Großdemonstration am kommenden Samstag, 09. April, in Saarbrücken auf.

Prinzipiell begrüßt die Grüne Jugend Saar die Auseinandersetzung mit der demographischen Entwicklung im Saarland. Dies dürfe jedoch nicht dazu führen, dass kleine Grundschulen, in welchen gerade wegen ihrer sozialen Intaktheit die Schülerinnen und Schüler hervorragende Grundbildung erfahren, geschlossen werden. Offensichtlich ist die Pisa-Studie im Kultusministerium nicht verstanden worden, hebt diese doch die überragende Bedeutung der Bildung in Grundschulen hervor. Daher spricht sich die Grüne Jugend Saar für den erhalt der betroffenen Schulen aus, sofern "Kombiklassen" mit einer sinnvollen Zahl vom Schülern gebildet werden können.

Das zweite von Kultusminister Schreier ins Feld geführte Argument der finanziellen Einsparungen relativiert sich bei genauerem Hinschauen, schließlich fielen unter anderem höhere Kosten aufgrund der Schülerbeförderung mit Bussen an. Da diese jedoch von den ohnehin geschundenen Kassen der Kommunen getragen werden müssen, kann sich der Landesfinanzminister dennoch die Hände reiben - ein "Kuhhandel" in Augen der Grünen Jugend Saar.

Statt dessen macht die Jugendorganisation einen anderen tragfähigen Vorschlag, um Geld im Bildungsbereich einzusparen und somit die von Schließung bedrohten Grundschulen zu retten. Die Grüne Jugend Saar macht sich stark für den Einsatz des Betriebssystems Linux an Schulen, der Saar-Uni sowie in der öffentlichen Verwaltung. Davon verspricht man sich neben einer Senkung der Ausgaben für Lizenzgebühren und damit einer Entlastung der Haushalte auch die Vermittlung von Schlüsselkenntnissen, welche schon jetzt als Wettbewerbsvorteil gelten.

Derzeit wird nach einer Analyse der Grünen Jugend Saar an den Schulen des Landes überwiegend mit dem Betriebssystem Microsoft Windows gelehrt. Die Nachteile zählt Landesvorstandsmitglied Tobias Baus auf: "Da für das Betriebssystem Windows hohe Lizenzgebühren an Microsoft gezahlt werden müssen, sind an unseren Schulen überwiegen veraltete Windows-Versionen im Einsatz. Außerdem bestimmt Microsoft als Monopolist den Preis und reißt somit regelmäßig Löcher in die Haushalte der Schulen und öffentlichen Verwaltungen."

Die Grüne Jugend Saar sieht im "Open-Source"-Betriebssystem Linux eine leistungsstarke Alternative mit vielen Vorteilen. Da der Quellcode des Betriebssystems offen liegt, kann sich prinzipiell jeder Nutzer an einer Optimierung des Systems beteiligen. Auf diese Art und Weise werden Sicherheitslücken oder häufige Absturzursachen im Vergleich zu Windows schnell erkannt und behoben. Mit dem Einsatz von Linux würden sich Schulen, Universität und öffentliche Verwaltung auch dem Zugriff des Monopolisten Microsoft entziehen.

Tobias Baus fährt fort: "In Zeiten knapper Kassen müssen sinnvolle Einsparmöglichkeiten genutzt werden. Anstatt stets aufs Neue vom Monopolisten Microsoft aktuelle Versionen des Betriebssystems Windows zu kaufen, fordern wir den Einsatz des kostengünstigen und zukunftsträchtigen Betriebssystems Linux."

Artikelart: 
Artikel
Vom 7 Apr 2005 - 02:00