Scheitern der WTO-Konferenz zeigt die Versäumnisse der Industrieländer
16.09.2003: Die GRÜNE JUGEND ist erfreut über den Zusammenhalt und den Widerstand der Entwicklungsländer
Lange genug hat die Weltwirtschaftspolitik der WTO die Ausbeutung der ärmsten und schwächsten Länder bewirkt. Es war an der Zeit, dass dagegen ein deutliches Zeichen gesetzt wird. Das Scheitern der WTO-Konferenz in Cancun ist erst der Beginn eines notwendigen Emanzipationsprozesses. Es zeigt, dass die Industriestaaten, allen voran die USA und die EU, versäumt haben, sinnvolle Konzepte vorzubereiten, die auf die Belange der Ärmeren eingehen. Der schrittweise Abbau von Agrarsubventionen und Vorschläge seitens der Entwicklungsländer wie die Baumwoll-Initiative oder die Ausklammerung von Grundnahrungsmitteln aus den WTO-Abkommen, wären ein erster Schritt gewesen.
Statt dessen diskutierte man über die weitere Liberalisierung der Märkte und wie die Macht der Konzerne weiter gestärkt werden könne. "Das Scheitern dieser Verhandlungen war notwendig. Nun ist es möglich, gleichberechtigte Debatten zu führen, denn die Entwicklungsländer haben gezeigt, dass letztendlich ohne sie nichts geht. Es bleibt abzuwarten, wie die EU und die USA sich auf die Weiterführung der Doha-Runde vorbereiten und welche Konzepte sie unterbreiten," so Benjamin von der Ahe, Sprecher der GRÜNEN JUGEND. "Die neoliberale Politik der WTO ist an ihre Grenzen gestoßen. Diese Krise sollte genutzt werden, um eine Wende, hin zu einer sozialökonomischen und ökologischen Politik, zu schaffen," so von der Ahe weiter.