Castortransporte nach La Hague

13.10.2000: Abschalten statt aufarbeiten

In den nächsten Tagen sollen erstmals seit 1998 wieder Castoren mit radioaktivem Material in die französische Wiederaufbereitungsanlage La Hague gebracht werden. Diese sind aus Sicht der GRÜNEN JUGEND, wegen sicherheitstechnischen und Umweltschutzgründen, kategorisch abzulehnen!

"Es ist ein Trauerspiel, dass trotz grüner Regierungsbeteiligung nun wieder Castoren nach La Hague rollen", empörte sich Werner Graf (19), Vorstandssprecher der GRÜNEN JUGEND, Bundesverband. Diese Transporte gefährden nicht nur die Gesundheit der Begleitpersonen und der Bevölkerung, sondern sie dienen außerdem dem Betrieb einer Anlage, die aus guten Gründen mit dem deutschen Atomgesetz unvereinbar ist.

"Wir fordern die deutschen Atomkraftwerksbetreiber auf, ihren strahlenden Müll nicht länger zu verdrängen und ins Ausland zu transportieren, sondern lieber die Ursache zu bekämpfen und in nennenswertem Umfang Atomkraftwerke abzuschalten. Die jüngsten Pläne zu Kraftwerksstillegungen führender deutscher Stromkonzerne sind Beweis genug, dass die alte Lüge, die Atomkraftwerke seien für eine ausreichende Stromversorgung unentbehrlich, inzwischen selbst im eigenen Lager nicht mehr geglaubt wird," so Werner Graf. Die GRÜNE JUGEND unterstützt daher alle Bemühungen von AtomkraftgegnerInnen, diese Transporte gewaltfrei zu blockieren.