Kein einfaches weiter so - für neue Strategien im Kampf gegen HIV!
02.12.2006: Anlässlich des Welt- AIDS- Tages am 1. Dezember 2006 erklärt der Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND:
"Alle Jahre wieder heißt es 'Schleife zeigen' aus Solidarität zu über 40 Millionen HIV- Infizierten weltweit. Die rasante Ausbreitung des HI-Virus ist nicht nur ein Problem der Entwicklungsländer. Angesichts der Globalisierung und steigender Neuinfektionen - vor allem in Osteuropa - muss man sich auch in Europa der nach wie vor tödlichen Gefahr der Ansteckung mit HIV bewusst werden. Die Bundesregierung und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung müssen sich schnellstens um ein neues Präventionsprogramm - fernab von Obst und Gemüse - bemühen.
Während der Ausbruch von AIDS in den meisten Industriestaaten erfolgreich hinausgezögert werden kann, fehlt es den meisten Entwicklungsländern an finanziellen Mitteln und erschwinglichen Medikamenten. Die GRÜNE JUGEND fordert daher die Pharmaindustrie auf, von HIV betroffenen Staaten kostengünstige und wirksame Medikamente zur Verfügung zu stellen. Wir lehnen Patente auf Pharmaprodukte ab und setzen uns für eine unabhängige AIDS-Forschung ein. Die Importhürden für Generika müssen endlich abgeschafft werden.
HIV und AIDS sind Folge und Ursache der globalen Ungerechtigkeit. Ganze Generationen junger, ausgebildeter Frauen und Männer erleiden einen qualvollen Tod, ohne jemals medizinisch versorgt zu werden. Eine faire Entwicklungspolitik muss sich bewusst machen, dass Armut und globale Ungleichheit die Ausbreitung von Krankheiten - und somit auch die Ausbreitung von HIV - fördern. Die GRÜNE JUGEND fordert daher schon seit langem einen Schuldenerlass für die ärmsten Länder der Welt.
Der Kampf gegen HIV und AIDS muss auch nach dem 1. Dezember fortgesetzt werden. Es sind gerade Frauen und Kinder, die am schwersten unter den Folgen dieser Seuche leiden müssen. Gewalt gegen Frauen und Kinderprostitution gehören weltweit geächtet. Die GRÜNE JUGEND fordert mehr Bildungs- und Entwicklungsprogramme der Bundesregierung, der EU und der Vereinten Nationen - speziell für Frauen. Es darf kein schlichtes 'weiter so' in der HIV- Bekämpfung geben!"