GRÜNE JUGEND protestiert gegen Castor
12.11.2002: Die GRÜNE JUGEND protestiert gegen den bislang größten Castor-Transport aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague ins „Zwischenlager“ Gorleben.
Nicht nur aufgrund der weltweit angespannten Sicherheitslage birgt dieser Transport eine Vielzahl von Risiken. Die 12 Atommüllbehälter beinhalten mehr als doppelt so viel Radioaktivität, als beim Reaktorunfall von Tschernobyl freigesetzt wurde.
„Der verantwortungsvolle Umgang mit hochgiftigen Abfällen ist eine Frage der Generationengerechtigkeit. Solange immer weiter Atommüll produziert wird und die Entsorgungsfrage ungeklärt ist, dürfen keine Castor-Transporte mehr stattfinden“, fordert Benjamin von der Ahe, Sprecher der Grünen Jugend.
Die GRÜNE JUGEND ist seit Samstag mit einem eigenen Camp und Bildungsprogramm in Strahlsünd vertreten und bereitet sich auf ihren Protest vor. „Wir nehmen unser Grundrecht auf Demonstration mit friedlichen Mitteln in Anspruch. Dabei wehren wir uns gegen eine Aushebelung der Grundrechte seitens der Durchführenden des Transportes, wie sie bei den Protesten in den vergangenen Jahren stattfand“, so Benjamin von der Ahe weiter.
Die GRÜNE JUGEND fordert einen schnelleren Atomausstieg als vorgesehen und begrüßt die von Rot-Grün vorangetriebene Förderung umweltverträglicher, regenerativer Energien.
Weitere Informationen und Kontakt vor Ort im Wendland (Strahlsünd):
Katrin Schmidberger (pol. Geschäftsführerin) Tel.: 0160-6806981