Der Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND

Wer sich outet, verdient Respekt!

12.03.2010: Anlässlich der Aussage des Ex-Schalke 04-Managers Rudi Assauer bezüglich Homosexualität im Fußball erklärt der Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND:

„Wer sich outet, verdient Respekt! Denn den Schritt in die Öffentlichkeit zu gehen und zu ihrem oder seinem coming out zu stehen, kostet Kraft. Vor allem vom Deutschen Sportbund, dem größten Personenverband Deutschlands erwarten wir Fairness und Akzeptanz nicht nur auf dem Spielfeld, sondern und gerade auf den Tribünen und in den Umkleidekabinen. Die Aussage von Rudi Assauer – „Wer sich outet, wird platt gemacht!“ – ist machohaft und ein Schlag ins Gesicht aller, die für Toleraz gegen Homosexualität im Fußball streiten. Assauer zeigt, wie hinterweltlerisch die Strukturen in deutschen Stadien sind.

Die GRÜNE JUGEND fordert den Deutschen Sportbund und die angehörigen Dachverbände auf, sich des Themas Homosexualität endlich anzunehmen. Das muss sowohl von hetero- und offen homosexuellen Persönlichkeiten des Spitzensports getragen werden, als auch in den vielen Vereinen in der ganzen Republik. Leistung und Spaß im Sport sind nicht davon abhängig, welcher Sexualität man angehört! Wir sehen insbesondere Theo Zwanziger, den Vorsitzenden des DFB, in der Pflicht, seinen vielen schönen Worten zu diesem Thema Taten folgen zu lassen. Wir fordern Zwanziger auf, Herrn Assauer öffentlich mit scharfen Worten zu widersprechen!“

Bei Rückfragen:
GRÜNE JUGEND Bundesgeschäftsstelle – 030 / 275 940 95