Für den Erhalt der Yorckstraße 59

06.06.2005: Die GRÜNE JUGEND unterstützt den friedlichen Widerstand der BewohnerInnen des heute morgen geräumten Hauses. Der offene Kultur- und Lebensraum in der Yorkstraße in Berlin-Kreuzberg muss erhalten bleiben!

Heute morgen um 5 Uhr hat die Polizei begonnen, die BewohnerInnen der Yorckstraße 59 einzeln aus dem Gebäude zu tragen - nachdem diese sich über ein Jahr lang geweigert hatten auszuziehen und verschiedene Lösungsvorschläge von allen Seiten ausgeschlagen wurden. Die GRÜNE JUGEND Berlin und Bundesverband unterstüzen den friedlichen Widerstand der HausbewohnerInnen sowie die heutige Demonstration um 18 Uhr am Mehringdamm Ecke Gneisenaustraße in Kreuzberg.

"Es kann nicht sein, dass immer mehr alternative Hausprojekte von ImmobilienbesitzerInnen verschluckt und sinnentfremdet werden. Es muss weiterhin Platz für offene Räume in dieser Stadt geben - nur so kann Berlin seinem Ruf als vielfältige, offene und tolerante Hauptstadt gerecht werden", so Stefan Ziller, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Berlin. Dass die Räumung unter einem rot-roten Senat geschehen ist, ist besonders schmerzhaft. Die Chance sinnvoller Lösungen wurde vielmals nicht konsequent genug von Senatsseite verfolgt." Als GRÜNE JUGEND kämpfen wir für den Erhalt solcher Hausprojekte wie das in der Yorck 59 oder anderer bedrohter Projekte wie z.B. des Schwarzen Kanals, die Brunnenstr. 183 (Umsonstladen), die Wagenburg "Laster und Hänger" und die Offene Uni Berlin.

"Immer weniger Menschen schätzen den Sinn und Nutzen von offenen Kultur- und Wohnprojekten. Für mich gehört diese Art des offen Lebens expliziert in das Bild einer toleranten und lebendigen Stadt wie Berlin", so Nike Wessel, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND. "Es geht darum für den Erhalt von bezahlbarem Wohnraum und für das Bestehen von offenen und alternativen Lebensräumen einzutreten. Wir rufen zum friedlichem Protest und Wiederstand auf: Das ist unser Haus!"

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