Konferenz von Tianjin ist ein klimapolitisches Desaster
10.10.2010: Zum Ausgang der UN-Klimaverhandlungen in Tianjin erklärt Gesine Agena, Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND:
„Das Verhandlungsergebnis von Tianjin ist in der Folge der Konferenzen von Kopenhagen und Bonn ein klimapolitisches Desaster. Der Gipfel zeigt, dass die großen Industrienationen inklusive Deutschland nicht willens sind, den Klimaschutz in die Hand zu nehmen. Anstatt sich an den ärmsten und verletzlichsten Staaten zu orientieren, damit möglichst viele Menschen vor den brutalen Folgen des Klimawandels geschützt werden können, liefern sich die USA und China Streitigkeiten und die Bundeskanzlerin schiebt die Schuld auf andere. Das ist falsch und ungerecht.
Wir setzen uns für ein international verbindliches Klimaschutzabkommen ein und fordern auch die Bundesregierung dazu auf. Sie muss endlich anerkennen, dass wir Menschen in den Industrieländern mit unserem verschwenderischen Lebensstil die Verantwortung für den Klimawandel tragen. Die Staaten des globalen Südens, die kaum zur Erderwärmung beigetragen haben, müssen aber die stärksten Folgen tragen.
Gemeinsam mit unseren Bündnispartnern rufen wir alle dazu auf sich an der nun beginnenden Klimaaktionswoche zu beteiligen und ein großes gemeinsames Zeichen für Klimagerechtigkeit zu setzten. Auf der ganzen Welt werden viele Menschen auf die Straße gehen und zeigen, dass wir wirklichen Klimaschutz brauchen.“