Schwule und lesbische Jugendliche: Mittendrin statt außen vor
13.06.2005: Derzeit finden in ganz Deutschland wieder die Christopher-Street-Days(CSDs) statt. Die Veranstaltungen gehen auf den ersten Aufstand von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexueller am 27. Juni 1969 in der New Yorker Christopher Street zurück, wo diese für ihre Rechte kämpften.
Im Rahmen von "Projekt P", einer Aktion des Bundesfamilienministeriums, der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Deutschen Bundesjugendring zur politischen Partizipation junger Menschen, haben die Abgeordneten Jutta Dümpe-Krüger (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und Sabine Bätzing (SPD) nun ihren Teil einer Vereinbarung mit dem Lambda-Netzwerk erfüllt und den Antrag "Schwule und lesbische Jugendliche: Mittendrin statt außen vor" in dieser Woche zur Beratung in den Bundestag eingebracht.
Es wird deutlich gemacht, dass sich seit dem ersten CSD vor knapp 36 Jahren zwar viel getan hat, doch die wirkliche Gleichberechtigung der sexuellen Identitäten immer noch an ihrem Anfang steht. Gerade lesbische und schwule Jugendliche haben es auch heute noch besonders schwer in der Gesellschaft, wenn sie ihr Anderssein entdecken. Die Beschlussvorlage stellt sich nun den Problemen und fordert unter anderem, das Thema in den Lehrplänen der Länder zu verankern, Diskrimminierung abzubauen und dazu konkrete Projekte etwa in der lesbischen und schwulen Jugendarbeit anzustoßen.
Die GRÜNE JUGEND begrüßt den Antrag und fordert, dass seine Verabschiedung noch vor der parlamentarischen Sommerpause geschieht. So müssen Union, FDP und SPD noch vor den eventuellen Neuwahlen Farbe bekennen und durch ihr Abstimmungsverhalten zeigen, wie wichtig ihnen die Situation lesbisch und schwuler Jugendlicher ist.